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Unterwegs im neuen 1er-Premium-Kompaktmodell von BMW

Mit dem neuen BMW 1er beginnt - wenn es den Autobauern aus München nach geht - eine neue Zeitrechnung. Denn die dritte Generation des erfolgreichen Premium-Kompaktmodells nutzt erstmals die moderne BMW Frontantriebsarchitektur, „die BMW typische Freude am Fahren und Dynamik mit einem deutlich verbesserten Raumangebot“ verbinden soll. Na, mal gespannt, wie sich der 120d xDrive im Test schlägt. Durchaus sportlich und cool steht der 1er an der Straße und wartet auf die Testfahrt. Was auch auffällt: Ein frisches Design verleiht dem BMW einen eigenen Charakter.

Deutlich spürbares Plus an Agilität

Eine moderne Fahrwerkstechnik und innovative Technologien werden versprochen, die Integration aller für die Fahrdynamik relevanten Komponenten und Regelsysteme, was dem BMW 1er ein für den Fahrer „deutlich spürbares Plus an Agilität“ bieten soll.

Und ja: Dank der Frontantriebsarchitektur bietet der 1er ein gutes Platzverhältnis, wenigstens vorne. Hinten ist das doch fragwürdig. Denn der ausschließlich 5-türig angebotene 1er ist fünf Millimeter kürzer als der Vorgänger, doch die Aufteilung macht sich hinten bemerkbar.

Ohne Zweifel zeigt der 1er deutlich in der Frontansicht ein ansprechendes neues Gesicht. Die charakteristische Niere ist größer. Die Frontscheinwerfer sind jetzt schräg angestellt und verleihen dem Fahrzeug mehr Dynamik. In der Seitenansicht fallen zuerst die typische und ausgeprägtere Sharknose auf. Das Heck wird geprägt von der breiten Statur im unteren Bereich und dem oberen seitlichen Einzug. Die dadurch entstehende markante Schulterpartie lässt das Fahrzeug satt auf der Straße stehen.

Das als Option erstmals im 1er verfügbare elektrische Panoramadach lässt mehr Licht in den Innenraum, womit ein verbessertes Raumgefühl vermittelt wird. Das neue Anzeigedesign spiegelt in Form und Anordnung die neu gestaltete Niere wider. Das zentrale, touchfähige Control Display ist BMW typisch zum Fahrer orientiert und liegt optimal im Blickfeld.

Neben dem Modell Advantage als Basisvariante ist der neue BMW 1er in drei weiteren Ausstattungslinien erhältlich, die sich im Exterieur und Interieur voneinander unterscheiden. Beim neuen 1er kommen 3-Zylinder- und 4-Zylindermotoren der neuesten Generation der BMW EfficientDynamics Antriebsfamilie zum Einsatz, die zum Teil leistungsstärker sind. Beim 8-Gang Steptronic Getriebe, das als Option im BMW 118d sowie serienmäßig im BMW 120d xDrive verwendet wird, wurde der Schaltkomfort und das Akustikverhalten nochmals optimiert.

Viele Fahrerassistenzsysteme des 1er kommen aus höheren BMW-Modellen erstmals in die Kompaktklasse. Zur Serienausstattung in Europa gehören die Auffahr- und Personenwarnung mit City-Bremsfunktion, die auch auf Radfahrer hinweist, und die bei Geschwindigkeiten zwischen 70 und 210 km/h nutzbare Spurverlassenswarnung mit aktiver Rückführung - funktioniert sehr gut. Optional sind die bis 160 km/h nutzbare Aktive Geschwindigkeitsregelung - bei Automatik-Fahrzeugen mit Stop & Go-Funktion - sowie der Driving Assistant, der die Spurwechselwarnung, die Heckkollisionswarnung und die Querverkehrswarnung beinhaltet.

Kurz und knapp Als Stärken des 120d muss man ohne Zweifel den kräftigen und komfortablen Antrieb nennen, auch die durchaus langstreckentaugliche Sportsitze und das komfortable adaptive Fahrwerk stellen ein Plus dar. Als leichte Schwächen sind der knappe Platz hinten und der kleine Kofferraum zu erwähnen. Auch darf man den doch sehr hohen Anschaffungspreis nicht außer Acht lassen - der 120d xDrive Hatch in der Basisversion mit 28.801,65 Euro. Unser Testwagen hatte einen Preis von 55.019 Euro; der Kraftstoffverbrauch wird kombiniert mit 4,7 Liter angegeben, nach intensiver Autobahnfahrt mit dem Fünftürer lag er naturgemäß einiges höher, bei knapp sechs Liter.

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