LUXEMBURG/CESSINGENINGO ZWANK

Am 24. September startet der Workshop „Rollstuhltanz“ für Behinderte und Nichtbehinderte

Es ist wohl die integrativste Tanzart der Welt: „Cyclodanse“, der Rollstuhltanz. Eine Behindertensportart, bei der sich Rollstuhlfahrer, teilweise mit nichtbehinderten Partnern, im Tanz (selbstverständlich mit entsprechender Choreografie) zu Musik bewegen. Ins Leben gerufen wurde „Rollstuhltanz“ im Jahr 1974 von Gertrude Krombholz, seit 1989 werden auch Welt- und Europameisterschaften in dieser Disziplin ausgetragen. Es handelt sich um eine äußerst integrative Sportart, denn sie kann gleichermaßen von Behinderten und Nichtbehinderten vor allem zusammen ausgeübt werden, wobei beide Partner „gleichberechtigt“ sind, denn es gilt das gleiche Prinzip wie beim Fußgängertanzen: Der Herr führt, egal, ob er auf seinen Füßen tanzt oder im Rollstuhl sitzt.

Workshop als „soziale Aktivität“

In Cessingen findet am 24. September ein erster Workshop „Danse en chaise roulante (cyclodanse)“ in der Sporthalle (12, Rue St. Joseph) statt. „Dieser Kurs richtet sich in erster Linie an alle, die Spaß am Tanz haben, Behinderte wie Nichtbehinderte“, sagt Sophie Minelli, die technische Direktorin des luxemburgischen paralympischen Komitee. Bereits einige Demonstrationsveranstaltungen wurden in den letzten Monaten organisiert, die letzte Anfang Mai in der Stadt Luxemburg zusammen mit Aktivitäten wie Rollstuhlbasketball.

„Wir haben diesbezüglich viele Anfragen von Städten und Gemeinden bekommen und sind nun den Weg von einem Workshop gegangen“, sagt Minelli. Denn die Aktion wird als eine „soziale Aktivität“ gesehen, Behinderte und Nichtbehinderte sollen ihren Spaß am Tanz gemeinsam ausleben können. „Natürlich legen wir hier Wert auf den Sicherheitsaspekt: Der Rollstuhlfahrer darf nicht umkippen und der nichtbehinderte Partner nicht überfahren werden…“ Diese Kombination aus Spaß, dem sozialen Aspekt und der Sicherheitskomponenten stellt Tanzlehrerin Peggy Octave in den Mittelpunkt ihrer Arbeit, die so eine „integrative Aktivität“ anbieten will, wo jeder Beteiligte Spaß an der Bewegung erfahren kann. Octave als professionelle Tanzlehrerin hat spezielle Fortbildungen bezüglich des Rollstuhltanzes besucht, auch auf der Ebene des Wettbewerbtanzes. „Der soziale und gesellschaftliche Aspekt steht hier klar im Vordergrund“.

Einige Anmeldungen liegen schon vor, so Minelli, doch je mehr Teilnehmer, umso besser. „Es sind auch Einzeltänzer willkommen, es müssen nicht nur Paare kommen“, denn schließlich gehe es darum, auch mit anderen Partnern dem Vergnügen Tanz nachgehen zu können - bei entsprechendem Anklang soll sich der Workshop als regelmäßige Aktion etablieren.
Weitere Informationen (und Einschreibungen) gibt es unter der Email
info@paralympics.lu oder auch unter der Telefonnummer
00352-661-621979 (zwischen 9.00 und 12.00 und 17.00und 19.00)