Als sie vor einigen Jahren in einer hauptstädtischen Buchhandlung arbeitete, überkam Anne Beffort die Lust, Märchen zu erzählen.
Anfangs hat sie samstags in der Nationalbibliothek Märchen erzählt, nahm dann anschließend an einigen Workshops in Frankreich teil und wollte sich daraufhin selbstständig machen: „Ich stellte aber schnell fest, dass ich nicht nur vom Märchenerzählen leben kann. Also musste ich mir etwas anderes einfallen lassen. Ich hatte zufällig Kontakt mit Inlingua und wurde gefragt, ob ich Sprachworkshops für Kinder und Jugendliche während der Ferien abhalten könnte unter dem Titel ‚Kids and Teens‘“.
Seit dem 1. September in Howald
2013 startete Anne Beffort dann ihre Sprachschule „Babbelschoul“, welche bis vor wenigen Wochen im Geschäft „Robin du Lac“ war: „Seit dem 1. September hat meine Sprachschule für Erwachsene, Jugendliche und Kinder in Howald ein neues Zuhause. Ich habe im Schnitt vier bis sechs Gruppen mit maximal sechs Kindern. Jugendliche und Erwachsene kommen individuell oder zu zweit. Sie bleiben minimal ein Trimester, normalerweise aber drei Trimester, einige kommen auch zwei Jahre lang in die ‚Babbelschoul‘“, erklärt die 43-Jährige.
Thematische Konversationskurse
Die Kurse der „Babbelschoul“ sind spezialisiert auf Hören und Sprechen, respektive Singen, sowie mit Bildern illustrierte Geschichten erzählen: „Luxemburgisch ist seit jeher eher eine gesprochene Sprache. Viele Leute kommen vom ‚Institut National des Langues‘, um unsere Sprache richtig sprechen zu lernen. Ich bereite auch Leute für den Sprachentest vor, die die Luxemburger Nationalität erhalten wollen“. Pro Jahr bringt Anne Beffort rund 50 Leuten ihre Sprache bei. Nachmittags kommen in der Regel Kinder, dreimal wöchentlich unterrichtet sie bis 20.00 abends.
Außerdem unterrichtet sie außer Haus und besucht einmal pro Woche Kindertagesstätten: „Dort erzähle ich auch Märchen, eine Kindertagesstätte kommt sogar regelmäßig mit zehn Kindern nach Howald. Einmal im Monat organisiere ich Konversationskurse zu einem bestimmten Thema. Diese werden auch von einigen Luxemburgern besucht. Darüber hinaus bekomme ich regelmäßig Anfragen von Luxemburgern, um die richtige Schreibweise unserer Sprache zu erlernen.“
Kreativworkshops und Mittelalterfeste
Unter den Schülern sind viele Osteuropäer, die für die Europäischen Institutionen arbeiten. Während der Schulferien schließtt die „Babbelschoul“ nicht, wie Anne Beffort betont: „Wir organisieren dann Kreativworkshops, die sich mit dem Thema eines Buchs oder einer Geschichte befassen. Außerdem bin ich als Geschichtenerzählerin auf den Mittelalterfesten in Hesperingen und Esch/Sauer anzutreffen“.
www.babbelschoul.lu


