CLAUDE KARGER

Da riet die Erzbistumszeitung dem CSV-Spitzenmann in der Kapitale - der mit dem Graffiti-Gate - doch tatsächlich, mit seiner Mannschaft selbst so ein Kunstwerk an eine Mauer zu klatschen, um der Copyright-Falle zu entgehen. „Teambuilding mit der Spraydose eben...“, stichelt das „Wort“. Bei der ADR indes helfen auch alle Spraydosen der Welt nicht, den Ruch des Populismus zu übertünchen. Die Partei habe sich laut „Wort“-Leitartikler höchstselbst zuzuschreiben, dass sie in der „Schmuddelecke“ steht, wo es nicht nur immer düsterer erzkonservativ wird, sondern auch hässlichster Hass gedeiht. Dass sich die ADR-Galionsfiguren stets überrascht geben, wenn diverse Parteimitglieder mit allerlei Schmuddelkram schmeißen, ist aber natürlich Teil der Taktik einer Bewegung, die von Provokation und Angstmacherei lebt. Keine Angst hat das kleine Großherzogtum vor dem All und tut alles, um Vorreiter im Meteorenkaperbusiness zu sein. Das Gebaren hat nun der britische „Guardian“ untersucht, der zwischen den gefühlt hunderten Bemerkungen wie „tiny, tiny, tiny, tiny“ der „tax haven“ Luxemburg doch, doch ein wenig Bewunderung zeigt. Wunderbar finden wir indes, dass ein Weltraumunternehmensboss der Erbgroßherzogin ein Halsband mit Asteroidensplittern schenkte. Da lässt sich sicher einst ein Museum drum rum bauen.