Im U-Boot auf Tauchstation gehen mit dem belgischen Jungreporter Tim oder ein Bad im funkelnden Talerberg des Entenhauserner Geizhalses Dagobert Duck nehmen.
In der aktuellen Ausstellung über die Welt des Comics, die noch bis zum 15. September in der Abtei Neumünster gezeigt wird, verwandeln sich die Sprechblasen-Helden in dreidimensionale Kunststoffgeschöpfe. Mit Präzision und einer gehörigen Portion Liebe zum Detail haben die Organisatoren der Ausstellung, das BD-Festival Contern, die eine oder andere Comicszene nachgebaut.
Nachgebaut wurde auch der Panzerschrank des berühmtesten Milliardärs des Comic-Universums: Ähnlichkeiten zum Geldspeicher-Bauwerk aus den Carl Barks-Werken weist der Tresor jedoch keine auf, doch wann hat man schon die Gelegenheit, echte Entenhauserner Taler zu bestaunen? Wobei, sollte auf diesen nicht das Konterfei Dagobert Ducks abgebildet sein anstatt jenes von George Washington?
Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt selbstverständlich nicht auf den Figuren und Werken aus dem Hause Disney, doch wecken speziell sie bei vielen Besuchern Erinnerungen an erste Comic-Leseerfahrungen. Neben Glückstalern und Milliardärs-Juwelen kann man die erste Micky Maus-Ausgabe auf Russisch bestaunen sowie das erste bei unseren belgischen Nachbarn publizierte Maus-Heftchen. Erstausgaben bekannter Comiczeitschriften sowie streng limitierte Comicbände begegnen einem auf Schritt und Tritt, einige wenige enthalten sogar Widmungen der Autoren.
Exponate aus Privatsammlung
Was dem alten Duck seine Taler, sind dem Rennfahrer Michel Vaillant seine PS-Schlitten. Eine Schauvitrine beinhaltet nicht nur eine Auswahl an Vaillant-Bänden, sondern das eine oder andere Modellauto im Maßstab 1/44.
Wie man unschwer feststellt, waren die Ausstellungskuratoren nicht nur darauf bedacht, eine Ansammlung von Publikationen aus den letzten 80 Jahren zu zeigen, sondern sie wollten auch das Comic-Merchandising zu thematisieren.
Die Idee zur Ausstellung kam vom Organisationskomitee aus Contern, die Exponate stammen zum größten Teil aus der Privatsammlung von Charles Bauer. Dass die Ausstellungsstücke in der Abtei in Luxemburg-Grund gezeigt werden und nicht in Contern, erklärten die Organisatoren damit, dass sie somit hoffen, ein noch breiteres Publikum anzusprechen.
www.ccrn.lu - Die Ausstellung ist bis
zum 15. September täglich von
11.00 bis 18.00 geöffnet. Der Eintritt ist frei




