CLAUDE KARGER

Dass einige Petitionen die Hürde der notwendigen Unterschriften für eine Diskussion im Parlament nicht nahmen, nehmen einige Medien mit einem Hauch von Erleichterung zur Kenntnis: „Auch ein Spuckverbot droht uns wohl nicht: Obwohl die Petition, die ein Verbot des Spuckens auf öffentlicher Straße fordert, am erfolgreichsten war, reicht es lange nicht für die Mindestzahl von 4.500 Unterschriften. Immerhin 94 luxemburgische Internetznutzer wollten die Rotz-Debatte in der Chamber sehen“, berichtete gestern etwa die „L‘Essentiel“-Webseite. Wie indes aus dem „Quotidien“ zu erfahren ist, kommt der Chef des parlamentarischen Petitionsausschuss, Ex-CSV-Minister Marco Schank, wohl kaum mehr zum Krimi-Schreiben: „de 330 à 350 pétitions ordinaires, c‘est-à-dire sur papier, ont été lancées en l‘espace de 70 ans, à savoir depuis la fin de la Seconde Guerre mondiale jusqu‘à l‘introduction de la pétition publique, en avril 2014. En comparaison, presque 400 pétitions publiques ont, quant à elles, été lancées depuis lors“. 14 öffentliche Debatten gab es bislang und drei kommen noch im Herbst. Spektakulär! Und die Ideen für Bürgerbegehren gehen nie aus. Wundern tut, dass noch niemand ein Verbot der Pokémon-Jagd gefordert hat. Oder die Einführung einer Verpflichtung, dass pro Taschenmonster-Stalking-Stunde zehn Minuten für folgendes höchst sinnvolle Game geopfert werden: #PokédéchetsGO.