CLAUDE KARGER

Das „Wort“ erinnert den CSV-Kapitän ob seines Gemäkels wegen der – im Konsens mit den Sozialpartnern – beschlossenen Vertagung der Tripartite, dass der Slogan „Et ass Présidence“ nicht zum ersten Mal als Entschuldigung für Verschiebungen politischer Entscheidungen herhalten muss. „So schenkt man CSV-Parteichef Marc Spautz auch nicht unbedingt Glauben, der per Twitter behauptet, dass bei früheren Présidences sehr wohl parallel auch große nationale Politik gemacht wurde“, schreibt der Wochenrückblicker, der sich nach drei Monaten Sommerloch arg auf das „Chamber“-Theater freut. Na, bald hat „der ganze Présidence-Spuk“ ohnehin ein Ende. Und zwar mit den ersten Sylvester-Knallern, die dann aber ein nicht minder hartes Jahr für die Dreier-Koalition einleiten. Wie meinte Bürger Nummer Eins kürzlich: „Wir werden uns nicht langweilen“. Die CSV, die schon für die Gemeindewahlen 2017 rüstet, auch nicht. Denn sie muss emsig vergessen machen, was so unter ihrer Führung in die Binsen ging. „Aus unserer Sicht ist die wichtigste Erkenntnis, dass es der Regierung gelang, den von CSV-Finanzministern hinterlassenen Schaden zu bereinigen“, urteilt etwa der „T“-Leitartikler, der die „halb- oder eindrittellinke“ Regierung zu einer Menge „positiver“ Reformen auffordert. Geld sei schließlich reichlich da. Tja, leider zu vieles nur geborgt.