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Kurze Künstlerresidenzen mit „Pop-Up Store“ zwischen Juni und September

Um die lokale Kunstszene noch gezielter zu unterstützen, bietet die Kulturfabrik zwischen Juni und September unter dem Namen Squatfabrik ein Programm mit kürzeren Künstlerresidenzen. Über zehn Künstlern wird während dieser drei Monate eine „Carte Blanche“ geboten. Sie werden in jenen Teilen aktiv sein, die derzeit nicht genutzt werden, nämlich im Eingangsbereich des Kulturzentrums in den früheren Räumlichkeiten der Keramikfabrik.

Alle zwei bis drei Wochen wird ein neues künstlerisches Duo oder Trio, das sich nicht unbedingt kennt, die Lokalitäten besetzen. Die Besucher sind herzlich eingeladen, in den Ateliers vorbeizuschauen und den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Das Ganze soll gleichzeitig als „Pop-Up Store“ funktionieren, und jede Residenz wird durch ein „Get-Out!“ abgeschlossen.

Die ersten drei Künstler haben ihre neue Kreativstätte in der Squatfabrik bereits bezogen. Seit dem 15. Juni sind dort Mett Hoffmann, Nora Wagner und Irina Moons am Werk. Ihr „Get-Out“ findet am 4. Juli um 18.00 statt.

Drei ganz unterschiedliche Künstler

Mett Hoffmann ist diplomierter Design-Ingenieur. Nach Etappen in Frankreich, Deutschland und Österreich arbeitet er nun in Luxemburg als Eventmanager, Designer sowie Berater und Anlagengestalter. Seine Lichtkreationen konnte man bereits bei Events wie dem „Food For Your Senses“ oder der „Nuit des Lampions“ bewundern.

Nora Wagner hat ein Studium der angewandten Künste (Illustration) in Montpellier absolviert und ihre Karriere in einer Werbeagentur in Berlin begonnen. Dieser erste Job entsprach aber nach einer gewissen Zeit nicht mehr ihren Ansprüchen. Erst schrieb sie sich in verschiedenen Lehrgängen (Schreinerei, Schweißen, Bühnengestaltung…) ein, dann nahm sie ein Studium der Geisteswissenschaften und Kunst in Toulouse auf. Dort trat sie auch dem Künstlerkollektiv IPN bei. Über Performances und Installationen spielt und experimentiert sie nun mit allem, was ihren Weg kreuzt, seien es Objekte, Menschen oder Situationen.

Irina Moons hat sich auf Siebdruck spezialisiert. Nach ihren Studien in Frankreich und einem sechsmonatigen Praktikum im Peru mit dem „Service National de la Jeunesse“ richtete sie ihr erstes Atelier im „1535° Creative Hub“ in Differdingen ein. Nach ein paar Jahren zog sie in den Stadtgrund um, wo sie „am Gronn“ gründete, einen Raum für Kultur und Coworking, in dem Siebdruck-Workshops abgehalten werden, der aber ebenso als Ausstellungs- und Verkaufsort fungiert.


www.kulturfabrik.lu