LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Flüchtlingsproblematik im Mittelpunkt des hauptstädtischen „City Breakfast“

Beim „City Breakfast“ der Stadt Luxemburg bekundete Bürgermeisterin Lydie Polfer gestern Vormittag den Willen der Hauptstadt, ihren Beitrag zur Bewältigung der Flüchtlingsproblematik zu leisten. So plant die Stadt Luxemburg mehrere „Wohnstrukturen als langfristige Lösung für Flüchtlinge“ zur Verfügung zu stellen, unter anderem im Bahnhofsviertel und in Hamm. Darüber hinaus sollen Flüchtlinge in den Pfarrhäusern der Oberstadt, Cessingen und Stadtgrund untergebracht werden.

Erstaufnahme-Strukturen für Flüchtlinge

Ferner wies Lydie Polfer darauf hin, dass derzeit bereits um die 350 Flüchtlinge auf dem Stadtgebiet leben, davon allein 120 in dem neuen „Foyer Lily Unden“ in Luxemburg-Limpertsberg. Dieses Foyer des Roten Kreuzes ersetzt bekanntlich das gleich nebenan liegende „Foyer Don Bosco“, das eigentlich abgetragen werden sollte. Doch aufgrund des großen Andrangs seien zurzeit 50 Flüchtlinge im „Foyer Don Bosco“ untergebracht, wie die Stadtbürgermeisterin unterstrich.

Wie vergangene Woche von der Regierung angekündigt, sollen im Zentrum des Landes Erstaufnahme-Strukturen für Flüchtlinge unter anderem in der alten „Maternité“ des „Centre Hospitalier“ (CHL) sowie im Gebäude des ehemaligen „Centre de Logopédie“ in Strassen eingerichtet werden. Sollten diese beiden Gebäude, was zu befürchten ist, schnell belegt sein, könnte auch das ehemalige Polizeikommissariat in der Glesener-Straße als provisorische Notunterkunft für Flüchtlinge dienen, wie Lydie Polfer unterstrich. Allerdings müsste hier einiges umgebaut werden.