GREVENMACHER
LJ

Beim „Maacher Fackezuch relaoded“ waren Zwerge, Geister und Napoleon dabei

Sämtliche Sagengestalten aus der Geschichte der Stadt Grevenmacher, ebenso die mehr oder weniger berühmten Söhne und Töchter der Stadt und sogar Figuren der Weltgeschichte konnte man am Samstagabend in den Gassen von Grevenmacher ganz aus der Nähe kennen lernen.

Sie alle zogen mit dem „Maacher Fackelzuch relaoded“ vom Friedhofsparkplatz aus in weiten Bögen durch die historische Altstadt bis zum neu gestalteten Marktplatz, wo die Nacht nach guter alter Moseltradition noch sehr lang werden sollte. Vorher gab es aber noch eine große Lichtshow zur Stadtgeschichte, die an das sehr aufwändige Grevenmacher-Musical „Maacher lieft“ aus dem Jahr 2002 anschloss.

Wer war denn da alles unterwegs? Zunächst das „Longkaulemännchen“, das optisch an den Räuber Hotzenplotz erinnert, also eher Mann als Männchen, und dessen Nachbarin, das stumme „Felsenfrächen.“ Auch eine unglückliche Gestalt wie der Bauer, der 1822 die Stadt aus Versehen fast komplett in Schutt und Asche gelegt hat, zog mit durch die Stadt. Kaiser Napoleon und der geheime Rat Johann Wolfgang von Goethe, der nachweislich in Grevenmacher weilte, gaben der Moselstadt am Samstag ebenfalls die Ehre. Neben den Zwergen, die irgendwo am „Groestee“ hausen, waren es dann Figuren aus der Stadtgeschichte, die jeder echte „Maacher“ kennt, wie die Waschfrau „Muedel“ aus dem „Kundel“ (den es heute noch gibt). Natürlich auch das Fränzchen oder „Seimchen“, der Maler Franz Seimetz, eine feste Größe in der Stadtgeschichte. Der Drehorgelspieler „Georgely“ gehört ebenso dazu wie der blinde Bänkelsänger „Blannen Theis“. Den wichtigsten, den „Nuetswiechter“ nicht zu vergessen.

Dazu kamen natürlich die üblichen Verdächtigen, wie die Harmonie, die Chorale und die Muselfénkelcher, das Feuerwehrkorps, die Jugendfeuerwehr und andere Vereine. Die Zuschauer hatten auf jeden Fall ihren Spaß.