LUXEMBURG
MAX ANTONY

Den Verkehrsfluss am Laufen halten - dies ist eine der größten Herausforderungen, denen sich Straßenbehörden heute gegenübersehen. In städtischen Gebieten gibt es oft Millionen von Sensoren, die von in die Straße eingebetteten Schleifendetektoren bis hin zu einer zunehmenden Anzahl vernetzter Fahrzeuge reichen, führt Max Antony in seiner Petition 1254 an, die er zum Thema „Einrichtung von Smart traffic lights“ eingereicht hat.

„Die Lösung ‚Smart traffic lights‘, also ein intelligentes Ampelsystem, verfügt beispielsweise über eine einzigartige Vorhersagekraft. Man prognostiziert und optimiert die Bewegung einzelner Verkehrsteilnehmer anstelle von Verkehrsströmen. Auf diese Weise kann ‚Smart Traffic‘ die Voraussagen der Straßenbenutzer planen, was zu einem optimierten Verkehrsfluss führt. Darüber hinaus kann Smart Traffic die Straßenbenutzer über die ‚Time-to-Green‘- und ‚Time-to-Red‘-Zeit informieren, was zu einem höheren Servicelevel für den Straßenbenutzer führt. Erste Projekte zeigen eine Reduzierung der Fahrzeugausfallstunden zwischen 20 und 40 Prozent!

Um die verkehrsbedingten CO2-Emissionen zu reduzieren, können die Wartezeiten an Ampeln und auch die Anzahl der Stopps durch eine Anwendung dieser intelligenten Ampeln reduziert werden, die den Verkehr nach Priorität optimieren, zum Beispiel bei Straßenbahn oder Rettungsdiensten, die Hauptstraßen sowohl in der Stadt (Avenue JF Kennedy) als auch außerhalb von Stadtgebieten (Lëtzebuergerstrooss in Frisingen) – dies über eine vernetzte mobile Anwendung. Durch die Verwendung einer intelligenten Technologie, beispielsweise eines vorhersagenden Verkehrsmodells, kann Smart Traffic dann detaillierte und vorhersagende Informationen zur Verkehrslage ableiten. Basierend auf diesen Informationen steuert ‚Smart Traffic‘ die Ampel, damit Straßenbehörden den Verkehrsfluss optimieren können, auch wenn Prioritäten für bestimmte Gruppen von Verkehrsteilnehmern gelten.

Smart Traffic prognostiziert und steuert den Datenverkehr aus einer Cloud heraus. Ein großer Vorteil: ‚Smart Traffic‘ ermöglicht es Straßenbehörden, lokale Richtlinien direkt in die Ampelsteuerung auf der Straße umzusetzen. Man kann so den Verkehr basierend auf Modalität, Anzahl der Haltestellen oder CO2-Emissionen unter vielen anderen Variablen optimieren. Eine Richtlinienänderung wird einfach durch ein schnelles Konfigurationsupdate implementiert. ‚Smart traffic‘ kann mit den vernetzten automatisierten Fahrzeugen der Zukunft zusammenarbeiten. Man verwendet Standards aus der Automobilindustrie, um Informationen zur Verfügung zu stellen. Diese Daten sind heute verfügbar. ‚Smart Traffic‘ macht Mobilität in der Stadt für die Zukunft gerüstet, daher wäre es sicherlich sinnvoll, dass sich auch Luxemburg mit dieser Technik beschäftigt.“