KUXEMBURG
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Fedas will für die Interessen des Sozialsektors eintreten

Die „Entente des Gestionnaires des Centres d‘Accueil“ und die „Entente des Foyers de Jour“ haben sich im vergangenen November zur „Fédération des acteurs du secteur social“ (FEDAS) zusammengeschlossen. Vor seiner ersten Generalversammlung am Mittwochabend hat der Dachverband mit 160 Mitgliedsorganisationen aus einer Vielzahl an Sektoren gestern sich und seine Forderungen vorgestellt. Veränderungen in der Gesellschaft aber auch die Tatsache, dass Organisationen heute stärker in die Verantwortung genommen werden sind laut Vizepräsident Gérard Albers die Beweggründe hinter dem Zusammenschluss. Die Fedas soll den zahlreichen gemeinnützigen Vereinen und Stiftungen eine starke Stimme gegenüber der öffentlichen Hand geben. Vorrangiges Ziel der Fedas ist es, einen „strukturierten Dialog“ mit dem Staat auf- beziehungsweise auszubauen. Der Verband versteht sich allerdings auch als Dienstleister gegenüber seinen Mitgliedern, indem er ihnen etwa bei verwaltungstechnischen Aufgaben oder bei der Weiterbildung hilft. Mit Blick auf die Parlamentswahl im Oktober haben sich Vertreter der Fedas bislang mit drei politischen Parteien getroffen. Die Fedas fordert etwa ein neues ASFT-Gesetz, das im Grunde den Rahmen für die Sozialarbeit bildet. Die Fedas sieht Klärungsbedarf im Verhältnis zwischen Staat und den Dienstleistern des Sektors aber auch bei der Finanzierung. In der Kleinkindbetreuung sieht die Dachorganisation mittelfristig Bedarf für neue Wege, um Kinderbetreuungseinrichtungen bei der Umsetzung der an sie gerichteten Anforderungen und Qualitätskriterien zu begleiten. Für Verwirrung sorgt im Sektor auch, dass drei großherzogliche Verordnungen für Krippen oder „maisons relais“ gelten. Das System der Dienstleistungsschecks (CSA) ist seiner Einschätzung zufolge „zu komplex und schwer zu verwalten“.

Die Fedas sieht nach zehn Jahren auch die Notwendigkeit einer Bilanz und Überarbeitung des „aide à l’enfance“-Gesetzes. Bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention schlägt die noch junge Organisation indes vor, in einem Rahmengesetz das Recht auf Unterstützung für Menschen mit einer Behinderung zu formalisieren.

fedas.lu