Der „Wort“-Chefschreiber blickt leicht nostalgisch auf den „Glanz früherer Tage“ zurück, sprich die letzte EU-Ratspräsidentschaft unter seinem früheren Chef: „Der große Auftritt, die Starpower, wird jedoch bei der Präsidentschaft 2015 fehlen. Vor zehn Jahren war der Vorzeigeeuropäer Jean-Claude Juncker gleich dreifacher Präsident: Bei den Regierungschefs im Europäischen Rat, bei den Finanzministern im „Ecofin“-Rat sowie in der Eurogruppe. Der jetzige Premierminister Xavier Bettel könnte, im Vergleich, höchstens den Vorsitz in einem Ministerrat, der Medienfragen behandeln würde, anstreben.“ Nun, die Präsidentschaft vor zehn Jahren wurde trotz „Starpower“ kein Riesenwurf. Zwar konnte der Stabilitäts- und Wachstumspakt reformiert werden, aber es gab mächtig Zoff um die EU-Verfassung, den EU-Finanzrahmen. „Junckers glücklose Bilanz“ titelte etwa die „Deutsche Welle“. Stars in der Manege sind also keine Garantie für Erfolg. Aber vielleicht viele gute Hände in den Kulissen? Der „tageblatt“-Leitartikler ist da optimistischer. Luxemburg sei „im schwierigsten Kontext der letzten Jahrzehnte gerade jetzt ziemlich erfolgreich“. Und das „ohne Wolter und Gibéryen und Kartheiser und wie sie alle heißen, die neu-alten Kometen am schwarzen Himmel. Und auch ohne die ehemaligen Fixsterne Juncker und Frieden!“ Na also.