LUXEMBURG
DANIEL OLY

Im „Lux Future Lab“ erhalten Start-ups die nötige Unterstützung - ein Blick hinter die Kulissen

Wer es als aufmüpfige kleine Firma zu etwas bringen möchte, braucht die richtige Hilfe. Die wird im „Lux Future Lab“ auf jeden Fall geboten - denn in dem Inkubator am perfekt zentral gelegenen Boulevard Royal gibt es nicht nur die nötige Bürofläche, sondern viel, viel mehr. Wir haben hinter die Kulissen der Starthelfer vom „Lux Future Lab“ geblickt.

Da wäre etwa die „salle chevalier“, die es den Start-ups erlaubt, potenzielle Investoren mit dem nötigen Stil zu empfangen oder Konferenzen abzuhalten. Dieser Raum, einer von vielen im immerhin drei Gebäude umfassenden Komplex, steht allen Mitgliedern des „Lux Future Lab“ zur Verfügung - ebenso wie die gesamte übrige Infrastruktur. Selbst einen Medidations-Raum und einen eigenen Raum direkt unter dem Dach, in dem regelmäßig eine Massage-Session abgehalten wird, sind hier gang und gäbe.

So bietet das „Lux Future Lab“ einen gesonderten Saal für Pressekonferenzen, Foto-Shootings oder Präsentationen; selbst ein Greenscreen steht hier bereit, um der Kreativität der jungen Unternehmen keine Grenzen zu setzen. Apropos Kreativität: Die könnte durchaus sprudeln, wenn man einen Abstecher in den „Relax-Raum“ im zweiten Stock macht. Hier gibt es nämlich nicht nur ein wundervolles traditionelles Dekor und Sessel, in denen die Seele so richtig baumeln kann, sondern auch einen wundervollen Ausblick auf die Pont Adolphe. „Perfekter Standort zu Neujahr oder am Nationalfeiertag“, meint Isabelle Waty, „Startup Happy Maker“ und Kommunikationsbeauftragte vom „Lux Future Lab“.

Wichtige Förderung

Waty kümmert sich als Teil des Teams um das Wohlbefinden der Start-ups; „Lux Future Lab“-CEO Olivier Selis führt das vierköpfige Team und sieht die Aufgabe des Inkubators sehr pragmatisch: „Wir sind hier um zu helfen - um zu motivieren und zu unterstützen“, erklärt er. Seit dem Start 2012 bot das von der Bank BGL BNP Paribas geschaffene Projekt insgesamt 63 Start-ups ein Dach, zum jetzigen Zeitpunkt sind 23 junge Unternehmen vor Ort platziert. „Die durchschnittliche Zeit, in der die Unternehmen hier bei uns sind, beträgt zwei bis drei Jahre“, weiß Selis.

Da zählt jeder Moment, um den Start-ups zum Erfolg zu verhelfen. „Wir spielen eine wichtige Rolle bei der Unternehmensgründung, bis sie auf den eigenen Füßen stehen können“, erklärt er. „Wir wollen vor allem die nötige Begleitung bieten, stehen mit Rat und Tat zur Seite und helfen bei den wichtigen Schritten zur erfolgreichen Unternehmensgründung“, meint auch Waty. So gereicht es bereits zum Vorteil, weil ehemalige Gäste zu Informationsveranstaltungen vorbei schauen. „Diese Form von Mentoring und Tutoring bekommen die Start-ups auf eigene Faust eher nicht“, meint Selis. Daneben stünden Start-ups ihm Rahmen des „Lux Future Lab“ auch die geballte Kompetenz bei Finanz- und Rechtsfragen zur Seite. „Nicht jedes Start-up kommt aus Luxemburg und kennt sich mit dem hiesigen Recht perfekt aus, da helfen wir natürlich auch.“

Die Unterstützung geht aber über das Finanzielle oder organisatorische Kniffe weit hinaus: „Wir wollen auch den Teamgeist fördern - deshalb gibt es auch gemeinsam organisierte sportliche Betätigung im nahe gelegenen Park, und deshalb gibt es auch Vorrichtungen zum Duschen bei uns im Haus“, meint
Waty schmunzelnd.

2017 konnte das „Lux Future Lab“ schon fünf erfolgreiche Jahre feiern - damals war es vollgepackt mit 30 Startups und 20 Partnern. Damit hatte der Inkubator seit dem Start 2012 einige rasante erste Jahre hinter sich: 13 Start-ups wurden etwa bereits ein Jahr später erreicht, die Zahlen wuchsen, weshalb 2015 ein Ortswechsel zum derzeitigen Standort am Boulevard Royal vollzogen wurde. Und wie wählt das „Future Lab“ eigentlich selbst aus, welche Start-ups ins Haus kommen? „Da geht es insbesondere darum, möglichst vielversprechende Produkte und Ideen zu unterstützen“, betont Selis.