LUXEMBURG
LJ

Was sagen internationale Medien zu den Wahlen in Luxemburg?

Selten richten internationale Medien ihre Aufmerksamkeit auf das Großherzogtum. Doch die Außenperspektive bietet sich immer dann an, wenn in Luxemburg gewählt wird. Hier einige Auszüge des internationalen Presseechos.

„Fortsetzung der Zusammenarbeit“

Spiegel Online schreibt: „Zwei von drei Parteien der luxemburgischen Regierungskoalition haben bei der Parlamentswahl im Vergleich zu 2013 Mandate verloren - und dennoch reicht es für das Bündnis auch in diesem Jahr wieder zu einer knappen Mehrheit. Die Dreier -Koalition aus Liberalen, Sozialdemokraten und Grünen kann damit an der Macht bleiben. Allerdings ist noch unsicher, ob sich die Koalitionäre auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit einigen werden.“

Le Républicain Lorrain titelte mit „Le Grand-Duché vers l‘instabilité“ und schrieb: „Les chrétiens -sociaux du CSV, qui semblaient bien partis pour reprendre le pouvoir au Luxembourg, perdu depuis les élections anticipées de 2013, n’ont pas confirmé le raz de marée électoral que leur prédisaient les sondages et la « reconquête », emmenée par Claude Wiseler, ancien ministre des Transports du dernier gouvernement Juncker.“

„Fader Wahlkampf“

Der Bund titelt mit „Überraschendes Ergebnis im Herzogtum“ und schreibt: „2013 hatte die Macht unter dramatischen Umständen gewechselt. [...] Der Coup sorgte für böses Blut in Luxemburg, und man hätte annehmen können, dass die Spätfolgen den Wahlkampf beleben. Stattdessen galt er nach allgemeiner Auffassung als der fadeste seit langem.“

Die französische L‘Opinion schreibt: „Stagnation de l’extrême droite. Le CSV devra quant à lui obtenir l’appui du Parti dàmocratique pour mettre finà son deuxi.me passage dans l’opposition depuis la Seconde Guerre mondiale. Il avait été entamé après les élections anticipées de 2013 par Jean-Claude Juncker, après un scandale d‘écoutes télèphoniques. Contrairement aux pays voisins, l’extrême droite n’a pas progressé malgré la crise migratoire. Les Luxembourgeois ont refusé en 2015 d’accorder le droit de vote aux étrangers. Quelle que soit la composition du prochain gouvernement, la politique étrangère de l‘état le plus riche de l’Union européenne ne devrait pas beaucoup changer.“

Der Tages Anzeiger titelt „Luxemburg feiert fantastisches Resultat“: „Die Christlich Soziale Volkspartei verfehlte ihr erklärtes Wahlziel, eine erneute Mehrheit der Regierungskoalition zu verhindern. Mit 21 Sitzen wurde sie aber wieder stärkste Partei, obwohl sie zwei Mandate im Vergleich zu 2013 verlor.“

Politico.eu untertitelt ihre Wahlberichterstattung mit „In rarity, European election appears to confirm status quo.“ Die Seite schreibt weiter: „Polls ahead of the vote suggested Bettel’s time could be up, and the Christian Social People’s Party (CSV) — which has dominated Luxembourg politics since the war — could return to power. The current coalition government between Bettel’s Democratic Party, the Green Party and the Luxembourg Socialist Workers’ Party together won 31 seats out of 60. These parties held 32 seats in the outgoing parliament.“