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Sommerserie: Das kulturelle Angebot in der Gemeinde Kayl

Kultur spielt sich nicht nur in der Hauptstadt ab. Auch in anderen Ecken dieses Landes kommen Einwohner und Besucher in kultureller Hinsicht auf ihre Kosten. Inzwischen haben viele Gemeinden ein Angebot auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen kann. Für unsere Sommerserie haben wir bei den Gemeinden nachgefragt und sie fünf Fragen beantworten lassen. Heute ist es an der Gemeinde Kayl. Die Antworten kamen vom Kultur- und Kommunikationsbeauftragten Guy Assa.

Welchen Stellenwert hat die Kultur in Ihrer Gemeinde?

Die Gemeinde Kayl hat sich vor zehn Jahren eine Ausdehnung des Kulturangebots vorgenommen und dies auch realisiert. Inzwischen organisiert die Gemeinde etwa 40 Veranstaltungen im Jahr, vor allem in der „Schungfabrik“ in Tetingen - dies neben den zahlreichen kulturellen Abenden der Vereine. Dieser Stellenwert wird noch ausgebaut: Zurzeit investiert die Gemeinde in die Neugestaltung der „Schungfabrik“. Dabei gilt es zum einen, die Sicherheit und den Komfort der Nutzer und der Besucher auszubauen, zum anderen aber auch neue Möglichkeiten zu schaffen. Vier Proberäume für Musikbands werden in den kommenden Monaten entstehen. Des Weiteren ist ein Museum in Planung, das die bestehende Museumslandschaft im Süden ergänzen wird, da es andere Themenbereiche abdecken wird. Und ein Konferenzraum wird entstehen, der mit einem Fassungsvermögen von etwa 50 Personen eine ideale Ergänzung zum bestehenden Angebot sein wird.

Warum sind kulturelle Veranstaltungen wichtig für das Gemeindeleben?

Eine Gemeinde ist nicht nur da, um den Einwohnern möglichst gute Bedingungen zum Wohnen zu bieten, sondern sollte sich auch engagieren, um mehr als eine Schlafgemeinde zu sein. Die Kultur eignet sich ebenfalls dazu, ein Zusammengehörigkeitsgefühl für alle Einwohner der Gemeinde zu fördern.

Inwiefern unterstützen Sie die lokale Kulturszene?

Sämtliche lokalen Kulturvereine (Harmonien, Mandolinisten, Jugendtheater, weltliche Chöre, Geschichtsvereine, das „Syndicat d’initiative“) verfügen über Versammlungsräume und/oder Proberäume, die ihnen unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. Des Weiteren hilft die Gemeinde bei der Ausstattung dieser Räume. Bei der alljährlichen „Fête de la musique“ ist es eine Tradition, dass eine lokale Band einen Vertrag erhält, um auf der Bühne neben bekannteren Größen auftreten zu können. Die „Schungfabrik“ steht den Vereinen selbstverständlich zur Verfügung für Galakonzerte und andere Veranstaltungen. Auch bei der Vergabe der vier Proberäume, die in den kommenden Monaten fertiggestellt werden, sollen lokale Bands berücksichtigt werden.

Was zählen Sie zu den besonderen Highlights?

Eines der Highlights ist die alljährliche „Fête de la musique“ sowie der Vorabend vom Nationalfeiertag, bei dem zahlreiche Freunde guter Musik sich vor der Kayler Bühne zum Feiern zusammenfinden. Beliebt bei zahlreichen Besuchern ist außerdem der alljährliche „Blumme-Moart“, der in diesem Jahr zum zehnten Mal organisiert wurde. Mehr als 70 Stände kommen jeweils im Mai in den Kayler Park „Ouerbett“ und zeigen ein buntes Feld von Gartenbau und -dekoration, Pflanzen und Blumen, Kunsthandwerkern und anderen Dingen.

Auf was dürfen sich die Einwohner und Besucher von auswärts in den kommenden Wochen oder Monaten besonders freuen?

Am Sonntag, 18. September, organisiert die Kulturkommission eine interessante Veranstaltung für Familien zum Mitmachen - vor allem Kinder werden begeistert sein. Das Straßenfestival findet im Park „Hummerland“ in Tetingen statt, von 11.00 bis 18.00, der Eintritt ist frei. Am Donnerstag, 6. Oktober, tritt dann die österreichische Sängerin Meena Cryle in der „Schungfabrik“ im Rahmen der Reihe „Blue in the Schu“ auf - im Vorprogramm spielt die Luxemburger Band „Blues Gangsters“. Ein besonderer Leckerbissen ist das Konzert von „Bande de hautbois“, Solisten aus dem „Orchestre Symphonique du Luxembourg“, dies am Sonntag, 20. November um 17.00 in der Kayler Kirche. Am Sonntag, 18. Dezember, tritt Emilie Duval in der Kayler Kirche mit einem zweigeteilten Programm auf: einerseits die größten Hits von Céline Dion, andererseits ein Mix populärer Weihnachtslieder.


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