Trockenes Wetter und Dauerbewölkung: Eine denkbar schlechte Wettermischung, auf die die luxemburgischen Hobbyastronomen für ihre Perseiden-Beobachtung morgen Abend zwischen den Ortschaften Beidweiler und Eschweiler verzichten können. Trockenes Wetter wirkt sich positiv auf den Besucherzulauf aus, allerdings gibt es für die Sternengucker nichts zu sehen, wenn die Wolken den Blick auf alle Himmelskörper verschleiern. Für die „Astronomes Amateurs du Luxembourg“ (AAL) ist ihre Veranstaltung jedes Jahr ein meteorologisches Lotteriespiel, mit richtigem Schmuddelwetter hatte die Vereinigung auch schon zu kämpfen, seitdem sie Anfang der Neunziger bei der Donatuskapelle die Meteore beobachten. Den Ort an der Landstraße zwischen den beiden Ortschaften hat der aktuelle Präsident der AAL, Nicolas Feierstein vor über zwanzig Jahren anlässlich einer Fahrradtour entdeckt. Auf der Bank neben der Kapelle gönnte sich der Hobbysportler eine kleine Verschnaufpause und beobachtete die Sterne am Firmament: „Ein fantastischer Ort, um Sterne zu beobachten“, lautet die erste Einschätzung des Hobby-Astronomen, der vom Ort dermaßen angetan war, dass er sogar damit liebäugelte, die Kapelle zu kaufen, um sie in ein Observatorium umzubauen. Während der ersten Perseidennacht konnten die AAL-Mitglieder und alle Schaulustigen, die sich spontan zu den Astronomen gesellt hatten, 400 Sternschnuppen pro Stunde beobachten.
120 Mitglieder
Die Vereinigung, die zurzeit etwa 120 Mitglieder zählt, baut am Donnerstagabend ebenfalls Teleskope auf, um allen Interessierten einen Blick auf die Nachbarn unseres Planeten zu gewähren: Saturn, Mond etc.... Darüber hinaus liefern sie alles Wissenswerte zu den Perseiden. „Von unserem Beobachtungspunkt aus kann man mit den Teleskopen auch auf den Ringnebel im Sternbild der Leier blicken“, erklärt der Hobby-Astronom, der regelmäßig Astronomie-Seminare für Kleingruppen und Schulklassen hält. Dass die Vereinigung seit über 20 Jahre an dem Ort zwischen den beiden Ortschaften in der Gemeinde Junglinster festhält, hat seinen guten Grund. Der Beobachtungsort neben der Donatuskapelle liegt geografisch sehr zentral und für Besucher aus allen Ecken des Landes schnell erreichbar.
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