LUXEMBURG
SVEN WOHL

Carloh eröffnet zwei neue Stationen in der Hauptstadt

Die Mobilität der Hauptstadt stellt eine Herausforderung dar. Neben einer offensiven Herangehensweise beim öffentlichen Transport, welche ihren Niederschlag unter anderem in der Baustelle für die Tram findet, versucht man gemeindepolitisch auf sämtlichen Fronten Akzente zu setzen. Dementsprechend war es 2015 nur logisch, mit Carloh den ersten Carsharing-Dienst Luxemburgs in der Hauptstadt einzuführen. Nach einem steten Wachstum wagt man nun den nächsten Schritt: Man wagt sich in die Viertel hinein.

710 Nutzer des Dienstes

Beggen und der Grund erhalten nun jeweils eine Station mit zwei neuen Fahrzeugen. Damit reagiert man auf die wachsende Nachfrage in den Vierteln und nähert sich somit im gesamten Angebot einer kritischen Masse. Die Nutzer honorieren dies auch, denn mittlerweile zählt man 710 davon. Insgesamt wurden 28.300 Fahrten absolviert, welche sich auf eine Gesamtlänge von 1.230.000 Kilometer erstrecken.
„Et ass eng gutt Alternativ zum eegenen Auto“, berichtet Patrick Goldschmidt (DP), Schöffe der Hauptstadt. Wenn das Wetter schlecht sei, könnten auch Fußgänger und Fahrradfahrer davon profitieren. Zwar handele es sich bei den neuen Fahrzeugen nicht um elektrisch angetriebene, doch sie seien dennoch sehr emissionsarm. In Zeiten der Pandemie dürfe man auch nicht vergessen, dass viele Menschen den öffentlichen Transport scheuen würden. Dies sei vor allem jetzt der Fall, wo die Auslastungen wieder steigen und die Busse sich entsprechend wieder füllen würden. Auch so äußert sich die Nachfrage nach dem Carsharing-Konzept.

Neue Flexibilität für Einwohner

Auch im Grund folge man schließlich den Anforderungen der dortigen Einwohner. Diese würden sich mehr Parkplätze zum einen und mehr Carsharing zum anderen wünschen. Das Viertel würde im Mittelpunkt vom Nachtleben stehen, was die Suche nach einem Parkplatz nach dem Einkauf für die Einwohner wesentlich erschwert. Da würde das Carsharing vor allem deshalb helfen, weil für diese Wagen eigens Abstellplätze reserviert seien.