LUXEMBURG
SVEN WOHL

Wie die Polizei Luxemburgs national und international aufgestellt ist

Die Polizei sieht sich ständig wandelnden Herausforderungen gegenüber. Auch deshalb kam es im vergangenen Jahr zu Anpassungen bei den Kommissariaten. Ein Blick in den Jahresbericht für 2019 verrät, wie die Polizei aktuell aufgestellt ist. In 13 Kommissariaten wird in drei Schichten rund um die Uhr gearbeitet. Diese befinden sich in Diekirch, Ulflingen, Wiltz, Redingen, Differdingen, Düdelingen, Esch/Alzette, Kapellen, Echternach, Grevenmacher, Remich, Mersch und in der Hauptstadt. 21 weitere Kommissariate funktionieren im Zwei-Schicht-Betrieb. Diese sind grundsätzlich von 13.00 bis 15.00 geöffnet und stehen von 7.00 bis 21.00 auf Anfrage zur Verfügung. Hinzu kommt natürlich das stets offene und damit zur Verfügung stehende E-Kommissariat, wo sich zahlreiche Prozeduren abwickeln lassen.

Bei der „Police Judiciaire“ steht man nun an vier Standorten bereit. Während diese regional verteilt sind, stellen diese jedoch eine einzige Organisation dar. Damit ließe sich jedoch eine bessere Zusammenarbeit mit den lokalen Strukturen gewährleisten, so die Polizei in ihrer Einschätzung.

Einsatz außerhalb der Grenzen

Die Polizei Luxemburgs ist jedoch nicht nur innerhalb der Landesgrenzen aktiv und präsent. Tatsächlich wird sich auch bei internationalen Friedensmissionen eingesetzt. 2019 war dies der Fall in Georgien und Mali. Hieran nahmen drei Mitglieder der Polizei teil. Die Mission in Mali fand bereits ihren Anfang im Jahr 2014 und wird als „European Capacity Building Mission“ bezeichnet. Ziel sei es, in den zuständigen Ländern die notwendigen Ausbildungen und Ratschläge zu vermitteln, welche die lokalen Polizeikräfte benötigen.

Auch bei der Frontex sind Beamten der luxemburgischen Polizei aktiv. 17 Polizisten haben für insgesamt 34 Monate an Frontex-Missionen in Samos, Lesbos und Algeciras teilgenommen. Einer der Beamten kann in dieser Hinsicht bereits auf 23 Monate Erfahrung als Screener zurückblicken. Screener betreiben vor allem Recherchen zu den Kulturen von Flüchtenden. Die politische Situation und Geografie des Herkunftslandes wie auch die Lebensweise und die Traditionen des jeweiligen Landes spielen hier eine Rolle. Dies soll helfen, um falsche Angaben möglicher Flüchtlinge erkennen zu können.