LUXEMBURG
PATRICK VERSALL

Michael Eimann des A-capella-Sextetts „Slixs“ im Gespräch

Sänger Michael Eimann spricht noch immer von einem „kleinen Mysterium“, wenn er sich daran erinnert, wie die Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Superstar Bobby McFerrin zustande gekommen ist , mit dem das deutsche A-capella-Sextett „Slixs“ in den vergangenen Monaten durch Europa tourte. Es sei eine Vokal-Band für McFerrins Europa-Tournee gesucht worden, so Eimann, wahrscheinlich habe man in den Staaten „Slixs’“ Herangehensweise an die Musik geschätzt.

Rückkehr nach Luxemburg

Am 16. Mai dieses Jahres waren die Deutschen und eben jener Bobby McFerrin in der Philharmonie zu sehen, am kommenden Sonntag, den 20. Juli gibt es für das luxemburgische Publikum auf dem Steinforter Schmelz Kultur-Festival ein Wiedersehen mit Eimann und seinen Bandkollegen. Das Sextett gibt allerdings nicht nur ein Konzert, sondern bleibt bis kommenden Dienstag im Westen Luxemburgs, um einen Workshop zum Thema „We sing - we groove“ zu leiten. Der Band geht es in den Workshops darum, Dinge, die die Mitglieder im Laufe der Jahre erworben haben, weiter zu geben.

Man habe festgestellt, dass die Idee des Austauschs sehr wertvoll für die Workshopteilnehmer sei, so der Sänger, der selber schon sehr früh seine Stimme als Instrument entdeckte. Er, wie auch seine Bandkollegen finden es nach wie vor spannend, mit dieser zu arbeiten. „Wir experimentieren, was so geht“, erklärt Michael Eimann, der, wenn er nicht singt, auch mal am Klavier Platz nimmt.

Namensänderung: Ein langwieriger Prozess

Der Name „Slixs“ dürfte heute den meisten A-capella-Fans geläufig sein, so dass man den Prozess der Namensänderung als erfolgreich abgeschlossen bezeichnen kann. Bis 2012 hieß das Ensemble noch Stouxingers. Da man im Laufe der Jahre den musikalischen Stil geändert hat und seit nunmehr acht Jahren die Besetzung nicht mehr geändert hat, entschloss man sich zur Namensänderung. Man habe sich lange davor gescheut, doch heute sei man froh darüber, dass man diesen Schritt vollzogen habe, unterstreicht Eimann, aus dessen Feder nahezu alle „Slixs“-Titel stammen.

Soundtrack und szenisches Programm

Alle Bandmitglieder würden die Köpfe zusammenstecken, um Ideen für Songs zu sammeln, doch die meisten Titel würden von ihm geschrieben werden, präzisiert der Musiker, der allerdings nicht viel davon hält im Akkord Alben zu produzieren. Die Band möchte sich möglichst breit aufstellen, neben ihren Konzerten auch mal ein szenisches Programm anbieten oder den Soundtrack zu einem Film beisteuern. Für den Soundtrack zu „Mensch Kotschie“ spielten die sechs „Slixs“-Musiker beispielsweise A-capella-Fassungen bekannter Instrumental-Kompositionen von Johann Sebastian Bach ein. Einige Eigenkompositionen würden aber noch in der Schublade liegen, die förmlich danach schreien würden, auf eine Platte zu kommen, versichert Michael Eimann.


www.slixs.info - „Slixs“ treten am Sonntag, den 20. Juli um 20.00 im Centre Roudemer in Steinfort auf. Am 21. und 22. Juli leiten einige Musiker von „Slixs“ den Workshop „We sing - we groove“. Anmeldungen für die Workshops werden noch bis Freitag, 18. Juli unter der Telefonnummer 399 313 - 1 oder auf der Homepage schmelzkultur.steinfort.lu entgegengenommen