BRANDENBURG
MADY LUTGEN

René Esch ist seit 34 Jahren Schreiner und liebt seinen Beruf noch immer

In dem kleinen Dorf Brandenburg findet man die Schreinerwerkstatt „Schräiner Wierkstat Sarl“. Die vier Schreiner und ihre Gesellen stehen für Qualität auf Maß. René Esch ist einer der Hauptschreiner, er würde nie etwas anderes arbeiten wollen.

Wie sind Sie zu dem Beruf gekommen?

René Esch Mein Vater und seine zwei Brüder waren alle Schreiner. Einer seiner Brüder hatte sogar eine Schreinerei in Paris.

Sie sind mit Leidenschaft Schreiner, was fasziniert Sie an dem Beruf?

Esch Ich liebe es mit Holz zu arbeiten, da es ein weiches Material ist. Wenn ich zum Schluss des Tages sehen kann, was ich gearbeitet habe, macht mich das glücklich. Man kann sehr kreativ sein und der Beruf ist sehr abwechslungsreich. Ein Resultat zu sehen, das ist für mich die größte Freude.
Welche Trends gibt es zurzeit in puncto Möbel?

Esch Wenn die Standards nicht mehr passen, kommen wir ins Spiel. Wir fertigen alles nach Maß. Bei uns gibt es keine Trends, da wir sehr individuell arbeiten. Am meisten aber werden wir nach Einbauschränken oder begehbaren Schränken gefragt. Wir arbeiten nicht nach Katalogen, bei uns ist der Kunde König.

Gibt es noch viele Schreiner in Luxemburg?

Esch Es wird wohl um die 80 Schreinereien in Luxemburg geben. Der Beruf wird leider immer weniger ausgeübt. Dies liegt daran, dass die jungen Menschen lieber bei der Gemeinde oder beim Staat arbeiten wollen, wo sie viel verdienen. Wir verdienen nicht viel, aber wir arbeiten gerne. Schade dass nicht mehr Jugendliche diese Ansicht teilen. Im Privatsektor ist der Verdienst immer geringer als beim Staat. Doch das Handwerk wird langsam wieder populärer, es kommen immer mehr Schulklassen unsere Werkstatt besichtigen. Die Kinder können zuschauen, wie Möbel entstehen. Für viele ist das eine einmalige Erfahrung, da die meisten Möbel nur aus Ikeawerbungen kennen.