CLAUDE KARGER

Der Vizepremier habe vergangene Woche wieder seinem „Straighttalker“-Image einmal mehr alle Ehre gemacht, befand der Wochenrückblicker aus dem Erzbistumsblatt, hatte der Etienne doch bei der LS@P-Neujahrsmesse mit dem Überdenken-der-Arbeitszeiten-Satz Arbeitgeber und DP auf die Palme getrieben. Aufs Korn nimmt der Schreiber auch noch einem weiteren „Straighttalker“, nämlich den Käerjenger Häuptling, der eine Show über den 1. Weltkrieg veranstaltet und schon meint, es mit einer Reihe von Historikern aufnehmen zu können. „Wer sich an Wolters Leitspruch nach den Wahlen 2013 erinnert („Wir haben die Wahlen nicht verloren“), muss in der Tat eine gewisse Expertise des Hobbyhistorikers auf dem Feld der kontrafaktischen Geschichtsschreibung anerkennen“, stichelt der „Wort“-Mann. Derweil der „Wort“-Leitartikler in Sachen potenzielle künftige Koalitionen erinnert: „Nur allzu gerne piesackten die Christsozialen ihre Partner mit der Formel „26 zu 13“ - und übertraten somit die dünne Linie zwischen gesundem Selbstbewusstsein und verletzender Arroganz“. Was Wunder, das Blau-Rot-Grün entstand? Deren Politik die CSV wenig entgegen zu setzen hat. „Die Warnung vor „Gambia II“ wird wohl nicht ausreichen, um die Wähler von der Notwendigkeit eines Regierungswechsels zu überzeugen“, mahnt das „Wort“.