LUXEMBURG
INGO ZWANK

„Epic Skills“: Technik und Kreativität rund um das runde Leder

In den Rotendes am Bahnhof fand am Wochenende das Straßensportfestival „Epic Skills“ statt. Stars der Szene wie der Luxemburger Sven Fielitz, der unter anderem auch als Juror tätig war, boten dabei Workshops an.

„Tunneln“, „Beini“ und viele Tricks

Die verschiedenen Disziplinen des Straßenfußballs standen bei dem Festival im Mittelpunkt: Freestyle-Fußball, wobei eine Person Kunststücke mit dem Ball zeigte, „Teqball“, wo zwei Spieler sich an einer speziellen Tischtennisplatte gegenüber stehen, und auch „Panna KO“. Ziel dieses Spiels ist es, dem Gegner einen „Panna“ zuzufügen, das heißt, den Spieler bei offener Beinstellung den Ball durch die Beine zu spielen, im Fußballjargon auch „tunneln“ oder „Beini“ genannt.

Am Samstag saß Fielitz, der selbst zu den besten Freestyle-Fußballer weltweit gehört, in der Jury des ersten Luxemburger Freestyle-Fußballturniers: „Wir beurteilten die Teilnehmer, die aus ganz Europa anreisten, nach fünf Kriterien, darunter Kreativität, Schwierigkeit, Kontrolle oder auch Ausführung der Tricks, die sie zeigten.“

Einige Teilnehmer hatten sich im Vorfeld bereits angemeldet, doch „viele kamen noch spontan vorbei“, sagte Fielitz im „Journal“-Gespräch, darunter auch drei Luxemburger, „die es aber leider nicht unter die Top 16 und damit in die Finalrunde schafften.“

„World Open Freestyle FootballChampionships“ 2018

Vor rund 200 Zuschauern sicherte sich dann ein Holländer den Sieg im Freestyle-Wettbewerb.

Für Fielitz selbst steht im August als nächster Termin der „Superball“ in Prag an. „Das ist quasi die WM für uns Freestyler, die auch komplett von uns, ohne große Sponsoren, vom 21. bis 25. August organisiert wird.“ Ob Fielitz hier selbst an den Start gehen wird, das weiß er noch nicht genau. „Verletzungsbedingt“ muss er dies noch ausloten. Aber Fielitz hat zwei Luxemburger unter seine Fittiche genommen, die an den „World Open Freestyle Football Championships“ teilnehmen werden. „Vielleicht werde ich mit der Kamera aktiv sein. Ich habe ja Film studiert und kenne die Tricks, weiß also, wie ich sie am Besten in Szene setzen kann...“