PASCAL STEINWACHS

Dass demnächst im Ländchen gewählt wird, das hat inzwischen auch der www-„l’essentiel“ spitzbekommen, was sich dann auch umgehend in der Hammerschlagzeile „Braucht man zum Wählen einen Reisepass?“ widerspiegelte. Die Antwort wird aber freundlicherweise gleich mitgeliefert: „Wähler müssen ihren Personalausweis oder ihren Reisepass vorzeigen, bevor sie ihr Kreuzchen machen“. Über die großherzoglichen Wahlen hat dieser Tage aber auch der Hochkultursender „Arte“ berichtet, der sich hierzu ausgerechnet den adr-Kandidaten Dan Hardy als Gesprächspartner ausgesucht hat, der sich auf Französisch beklagen durfte, dass die Luxemburger anscheinend immer weniger Luxemburgisch hören.

Kräftig über die „Wahlkampflangweile“ enttäuscht, ist indes der „Tageblatt“-Leitartikler, der voller Bedauern festhält, dass es hierzulande „in der Regel nicht zu Handgreiflichkeiten bei TV-Debatten“ kommt, und „die Anhänger der einzelnen politischen Parteien(...) sich auch keine Straßenschlachten“ liefern. Ganz andere Sorgen hat derweil LSAP-Spitzenkandidat Schneider, der befürchtet, dass das Land mit der CSV entschlafen würde („j‘ai vraiment peur que ce pays s‘endorme avec eux“), wie er im „Quotidien“ unterstrich. Wir wär‘s denn mit einer Straßenschlacht...