LUXEMBURG
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Flucht vor Polizeikontrolle: Beamte schießt auf Autoreifen - keine Verletzten

Gegen 2.35 wurde am Sonntagmorgen eine Polizeistreife in Hollerich (Bereich Salzhaff) auf einen Wagen aufmerksam, der mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Autobahn A4 unterwegs war. Die Beamten folgten dem Wagen mit Blaulicht und Sirene, um den Fahrer zu kontrollieren. Dieser beschleunigte jedoch sehr stark und fuhr mit deutlich über 200 km/h über die Autobahn A4. Da der Fahrer eine sehr gefährliche Fahrweise an den Tag legte und somit sich und andere Verkehrsteilnehmer in Bedrängnis brachte, wurde polizeiliche Verstärkung angefordert.

In Esch/Alzette durchbrach der Fahrer dann eine Straßensperre, wobei er fasst einen Polizisten erfasste. Nach Polizeiangaben setzte der Fahrer unbehelligt seine halsbrecherische Fahrt mit hoher Geschwindigkeit innerhalb von Esch fort, bis diese vorerst in einer Sackgasse endete.

Ein Polizeibeamter stieg aus dem Dienstwagen aus, um den Fahrer zur Rede zu stellen.

Der gab jedoch wieder Vollgas und raste mit voller Absicht aus kurzer Distanz auf den Polizisten zu, der „aus Gründen der Eigensicherung“ Schüsse aus seiner Dienstwaffe auf die Wagenreifen abfeuerte, um diesen fahruntüchtig zu machen.

Dem Autofahrer gelang es trotz Hindernissen, in der Fahrbahn am Dienstwagen vorbei zu manövrieren und seine Flucht vorzusetzen, wobei er mehrere Dienstwagen beschädigte.

Der Wagen konnte aber schlussendlich nach mehreren 100 Metern durch Polizeistreifen gestoppt und die insgesamt vier Insassen festgenommen werden.

Ersten Untersuchungen nach verfügte der Fahrer über keinen gültigen Führerschein.

Die Staatsanwaltschaft wurde in Kenntnis gesetzt und ordnete die Festnahme des Fahrers sowie die Vorführung beim Untersuchungsrichter an. Die Generalinspektion der Polizei wurde durch die Staatsanwaltschaft mit einer Untersuchung beauftragt. Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt. An mehrere Dienstwagen sowie am Fluchtwagen entstand Materialschaden, wie die Polizei mitteilte.