WALDHOF
IZ

Ab heute beginnt die Testphase auf der N11 zwischen Waldhof und Gonderingen

Die Straßenverwaltung teilte am Donnerstag mit, dass die Radarstrecken-Testphase auf der Nationalstraße N11 zwischen Waldhof und Gonderingen am Freitag beginnt. Das Streckenradar berechnet die Durchschnittsgeschwindigkeit aller Autofahrer über eine Länge von ca. 3.900 Metern.

Die in diesem Abschnitt für Pkw zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 90 km/h und 75 km/h für schwere Nutzfahrzeuge. Vom berechneten Wert werde eine Toleranz von 3 km/h abgezogen.

Die in der Testphase aufgenommenen Fotos würden nach der Aufnahme gelöscht, noch würden keine Verwarnungen verschickt werden, wie es in der offiziellen Mitteilung heißt.

Der Beginn der operationellen Phase mit entsprechenden Sanktionen würde zu gegebener Zeit mitgeteilt, wie es abschließend heißt.

Die Strecke gilt nach Aussagen von François Bausch, Minister für Mobilität und Innere Sicherheit (déi gréng), immer noch als sehr unfallträchtig - obwohl seit 2016 besagter fester Blitzer vor der Ortseinfahrt Gonderingen steht. Dies belegten Radarkontrollen der Polizei, die hier immer noch extreme Überschreitungen festgestellt haben.

Zwischen 2011 und 2017 gab es auf dem Straßenabschnitt der N11 19 Unfälle mit insgesamt drei Toten und vier Schwerverletzten. Der Streckenradar besteht aus vier Säulenanlagen. Zwei ermitteln und messen in beide Richtungen, zwei fotografieren den Fahrer im Falle einer Übertretung, wie die Pressestelle des Ministeriums präzisiert. Die Detektoren-Säulen erfassen das Nummernschild, die Einfahrt in die Zone, Fahrtrichtung und natürlich die Zeit.

Fehlerquote unter drei Prozent

Daraus wird dann die Durchschnittsgeschwindigkeit berechnet. Wie Bausch darlegte, gebe der Hersteller der Anlagen, die an der N11 stehen, eine Fehlerquote bei der Erfassung der Nummernschilder von unter drei Prozent an.

Sollte aber ein Nummernschild nicht genau erkennbar sein, so seien folgende Maßnahmen vorgesehen: Sollte die Software auf dem Foto bei der Einfahrt ein anderes Nummernschild erkennen wie bei der Ausfahrt - beispielsweise durch eine Verschmutzung auf der Kamera - , so könne keine Zuordnung von den beiden Bildern erfolgen, so Bausch. Beide Bilder würden dann automatisch gelöscht werden.

In dem Fall, wo auf den infrage kommenden Bildern jeweils der gleiche Fehler bei der Erkennung vorliege, so würde der Fall ans „Centre national de traitement“ verschickt werden, wo eine Einzelfallprüfung erfolge, durch einen Beamten, ehe ein entsprechendes Bußgeld verschickt werden würde.