LUXEMBURG
INGO ZWANK

Sechs Schüler der Landespolizeischule Hahn im Austausch bei der „Lëtzebuerger Police“

Zuerst fallen sie durch den Schriftzug auf ihrer Uniform auf: „Polizei“ - und durch ihre Kopfbedeckung: Im Rahmen der polizeilichen Ausbildung war es wieder „eine Woche des Lernens bei den internationalen Nachbarn“. Sechs Schüler der Landespolizeischule Rheinland-Pfalz (Fachhochschule für öffentliche Verwaltung) Hahn hatten die Chance, internationale Luft zu schnuppern und bei ihren Kollegen in Luxemburg einen Blick in die Praxis zu werfen.

Die Polizeikommissarsanwärter, alle im dritten Ausbildungsjahr an der Landespolizeischule Hahn, sind für eine Woche im Großherzogtum und erhalten so einen Einblick in die Arbeit vor Kollegen vor Ort.

Mehrsprachigkeit in Luxemburg sehr beachtlich

Patrick B. und Enrico U. wurden der Hauptstadt zugeteilt, jeweils zwei andere Kollegen sind in Grevenmacher und Diekirch. In verschiedenen Abteilungen und auch bei der Generaldirektion wird ihnen die alltägliche Beamtenarbeit ihrer Kollegen erklärt. Solche Möglichkeiten werden regelmäßig durchführt, wie auch die Pressestelle der luxemburgischen Polizei erklärt.

Zu Sachbeschädigungen und Verkehrsunfällen wurden sie bereits mitgenommen, heute steht noch ein Besuch bei der Kriminalpolizei an. „Es ist interessant, zu schauen, wie hier in Luxemburg manche Dinge gehandhabt werden“, sagen die beiden. Vor- und Nachteile tun sich in diesem Vergleich auf, der „Platzverweis“ ist nur eine Sache, die zwischen den Beamten erörtert wird. Was die beiden Deutschen beeindruckt hat, ist die „Mehrsprachigkeit der Kollegen hier“, dies sei schon beachtlich. Alle seien auf jeden Fall „super freundlich“ gewesen, der gemeinsame Meinungsaustausch wurde als „recht interessant“ von beiden Seiten eingestuft, wie die beiden deutschen Polizeischüler berichten, deren eigene Abschlussprüfung jetzt Ende April ansteht.

Der „Prümer Vertrag“ macht es möglich

Jeweils kurz vor Ende der Ausbildung wird eine solche Möglichkeit des internationalen Austauschs einigen Schülern ermöglicht, heißt es offiziell von der Landespolizeischule Hahn. Da hier aber mehr Schüler sind als Austauschplätze vorhanden sind, finden auch hier und da gleichzeitig internationale Projektwochen an der Hochschule statt, wo auch luxemburgische Polizeischüler anwesend sind.

Mit den Dienststellen der benachbarten Ländern bestehe eine gute Zusammenarbeit - beispielsweise mit den deutschen Kollegen bei Großveranstaltungen oder auch bei Anforderung zu speziellen Veranstaltungen. Ermöglicht wird dieser Austausch in direkter Folge durch den „Prümer Vertrag“. Dieser wurde von Belgien, Deutschland, Spanien, Frankreich, den Niederlanden, Luxemburg und Österreich am 27. Mai 2005 in Prüm/Eifel mit dem Ziel unterzeichnet, die grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit, insbesondere zur Bekämpfung des Terrorismus, der grenzüberschreitenden Kriminalität und der illegalen Migration, zu verbessern.