DIFFERDINGEN
GASTON FREYMANN

Gemeinde Differdingen stellt erstes Solarkataster im Land vor

Der rationelle Umgang mit Energie genießt bei den Gemeindeverantwortlichen in Differdingen einen hohen Stellenwert. Für Député-Maire Claude Meisch ist ebenfalls die Produktion von Elektrizität ein Bestandteil davon. Allerdings genüge es nicht, den Bürger nur an sporadischen Projekten, wie beispielsweise bei der Installation von Solarzellen auf den Tribünendächern des neuen Fußballstadions in Oberkorn, zu beteiligen. Ziel sei es vor allem den Bürger in entsprechende Projekte mit einzubinden, so Claude Meisch.

Jetzt bietet die Gemeinde Differdingen ihren Einwohnern ein Solarkataster an, das laut Stefano Beni, dem Energieexperten der Gemeinde Differdingen, eine Premiere auf Landesebene darstellt.

Ein genaues Bild der vorhandenenSonnenpotenziale

Das Solarkataster ermöglicht den Bürgern der Stadt ihr eigenes Solarpotential zu berechnen, in dem sie die Internetseite www.differdange.lu anklicken. Die Standortwahl erfolgt über einen Kartendienst oder durch die direkte Eingabe der Adresse. Das Programm das mit drei-dimensionalen Daten gespeist wurde, erlaubt es neben Dachfläche auch die Neigung oder Verschattungselemente, wie beispielsweise Kamine oder Gauben zu erfassen. Dies ergibt ein sehr genaues Abbild für die zu erwartende Sonnenstrahlung eines jeden Gebäudes. Gleichzeitig erfährt der Bürger interessantes über wichtige Eckwerte, wie Investitionskosten, staatliche Zuschüsse, Finanzierung mit dem aktuellen Strompreis, den Energieertrag, die CO2 Einsparung, einen Finanzierungsplan und die mögliche Rendite.

Bei seiner Vorstellung unterstrich Umweltschöffe Georges Liesch, dass der Strompreis für 15 Jahren vom Staat garantiert werde. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass auf Grund der ermittelten Mittelwerte der letzten Jahre für Sonnenstunden, es möglich sei mit einer Solaranlage den eigenen Strombedarf abzudecken.

Hoffnung auf große Beteiligung

Der Schöffenrat erhofft sich, dass wie die Gemeinde selbst, auch die Bürger das Solarkataster nutzen und künftig selbst Strom produzieren. Damit unterstützen sie nicht nur nachhaltig den Umweltschutz, sondern investieren auch ihr Geld in ein sicheres Projekt.

Für Interessenten gilt die Rufnummer 5877-1612, unter der Energieexperte Stefan Beni für zusätzliche Informationen zur Verfügung steht.