LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

Weltweite Deloitte-Umfrage unter jungen Leuten zeigt weniger Optimismus

Der Brexit, Terrorakte quer durch Europa und die Wahl Trumps: Für junge Leute um die 35 Jahre, so genannte „Millenials“, hat das einen Einfluss auf ihr Vertrauen in die Zukunft. Das besagt zumindest die sechste „Millenial Umfrage“ von Deloitte, der global tätigen Wirtschaftsprüfer- und Steuerberaterkanzlei. Sie hat dafür rund 8.000 nach 1982 geborene Menschen in 30 Ländern befragt. Alle verfügten über einen Hochschulabschluss und arbeiteten Vollzeit vor allem in großen Privatunternehmen.

Das Fazit der Umfrage: Millenials sind weniger wechselfreudig, sorgen sich viel mehr um Konflikte, und sind weniger optimistisch hinsichtlich der Zukunft ihres Landes.

Zuversicht in den USA

Während Befragte in Schwellenländern mehrheitlich davon ausgehen, dass es ihnen finanziell und emotional einmal besser gehen wird als ihren Eltern, glauben in den Industrieländern nur noch halb so viele Gleichaltrige an eine bessere Zukunft, nämlich ein Drittel der Befragten. Interessanterweise macht hier nur die USA eine Ausnahme. Generell wollen Millenials lieber bei Arbeitgebern bleiben, die ein soziales Engagement zeigen, beispielsweise in den Bereichen Bildung, Gesundheit oder Arbeitslosigkeit.

Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass sie über ihren Arbeitgeber etwas zur Verbesserung der Situation weltweit tun könnten. „Diejenigen, die eine solche Möglichkeit erhalten, sind loyaler gegenüber ihrem Arbeitgeber“, erklärt Benjamin Collette, Partner und Talent Leader bei Deloitte Luxemburg. Weniger Befragte sahen ihr Unternehmen nur als profitgetrieben an.

Mehr als zwei Drittel wollten lieber angestellt statt als Freelancer arbeiten. Rund 40 Prozent gaben an, dass ihre Arbeitgeber ein sehr flexibles Arbeitsumfeld bieten. Auch das erhöht die Loyalität.

Die Automatisierung der Arbeitswelt sorgt gleichermaßen für Hoffnung wie für Sorgen . Die Befragten sehen die nächste Generation Z der jetzt unter 18-Jährigen generell positiv. Allgemein lehnen die Befragten radikale Positionen in Unternehmen und Politik ab und wollen eine einfache, klare Sprache.

www.deloitte.com/lu/millenialsurvey