So was ist auch nur bei uns möglich. Da wird eine zuvor gänzlich unbekannte Frau, die gerade erst einmal anderthalb Monate in der Politik ist und dabei gleich Ministerin wurde, im Politikthermometer des „Tageblatt“ für den Norden direkt von null auf Platz drei gewählt. Nur weil sie, Martine Hansen (also die, die immer ganz früh zu Hause sein will), jetzt Ministerin ist, sie per se also ganz doll toll sein muss. Ganz fantastisch famos war früher auch einmal Premierchef Juncker, damals, als er noch Eurogruppenchef war und noch nicht riskierte, „über eine Geheimdienstaffäre“ zu stolpern, „die ihn zum Opfer hat werden lassen und gleichzeitig zum politisch Verantwortlichen“, wie der Deutschlandfunk gestern meinte.
Zitiert wurde der Premierchef gestern aber auch von den „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“, und zwar im Zusammenhang mit Griechenland und der Eurokrise,diesbezüglich Juncker - seit jüngstem ja auch Träger des griechischen Großkreuzs des Erlösers - gesagt haben soll, dass es „ein paar Protestanten im Norden“ gebe, die dazu tendieren würden, „jemanden zu bestrafen. Statt wie wir Katholiken und Orthodoxen es zu tun pflegen, jemanden, der seine Sünden erkennt, zu belohnen“. Da wird Juncker wohl leer ausgehen...


