CLAUDE KARGER

„In „Superjhemp retörns“ gibt es sicherlich keine homosexuellen Kängurus“, versicherte am Samstag ein „T“-Leitartikler, der dem erfolgreichen Streifen eine „konservativ-reaktionär-nationalistische Botschaft“ beimisst. Charel Kuddel soll bei der „T“-Lektüre am Samstagmorgen glatt die „Kachkéis-Schmier“ aus der Pranke gepurzelt sein. Ob er das wohl verwinden wird? Auch andere Super-Luxemburger müssen sich warm anziehen. Nicht nur die Superminister, sondern auch der mittlerweile blaue „Captain Chamber“, alias Erster Bürger des Landes. „Etgen hat ja schon viel erlebt, aber als sowas ist er noch nie aufgewacht: kühler Crémant statt warmer Kuhmilch“, kommentiert die „Wort“-Wochenrückblickerin, „aber damit eines klar ist: Als Parlamentspräsident muss man erstens: immer da sein, zweitens: immer als erster da sein, drittens: bis zum Ende da sein“. Pah. Für den ausdauernden Ferni ein Klacks! Kleckse in der LSAP offenbarte indes der Koalitionsprogramm-Kongress der Genossen, der vorbei ging wie ein roter Blitz. „Die Aufständischen haben sich ausgekotzt. Bratwurst und Bier sind verdaut und in der sozialistischen Familie sind nun doch noch alle froh, ein letztes, aber wirklich allerletztes Mal in der Regierung zu sein“, stichelt die Erzbistumszeitung. Obacht, die Sozis sind laut „T“ derzeit ziemlich dünnhäutig.