LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

Das „Wort“ ist zwar inzwischen vornehmlich eine flämische Zeitung, hat aber trotzdem spitzgekriegt, dass die ehemals befreundete CSV ganz schön tief im „Tal der Tränen“ hockt, wie der Politchef am Wochenende in seinem politischen Wochenrückblick feststellte: „Elendig lange sieben Jahre der politischen Bedeutungslosigkeit nagen ganz schön am Selbstbewusstsein der Christlich-Sozialen - und passen so gar nicht zum Selbstverständnis jener Parteigranden, die nicht auf ewig dazu verdammt sein wollen, ein Statistendasein im nationalpolitischen Theater zu fristen“.

Da trifft es sich gut, dass Parteichef Frank Engel jetzt von selbiger Zeitung interviewt wurde, und hier moniert, dass seine Partei es nicht schaffen würde, „sich als glaubwürdige, kohärente, verlässliche und zukunftsorientierte Alternative zu präsentieren“, aber das könnte damit zusammenhängen, dass die CSV vielleicht keine glaubwürdige, kohärente, verlässliche und zukunftsorientierte Alternative ist.

Deshalb wird dann auch - lautstark - gemunkelt, dass ein gewisser Jean-Claude Juncker, der ja eigentlich nix mehr mit nationaler Politik zu tun haben wollte,  anscheinend wieder angefangen haben soll, im Hintergrund die christlich-sozialen Fäden zu ziehen. Was macht eigentlich Jacques Santer...