CLAUDE KARGER

Aha, wie der RTL-Radio-Chefredakteur gestern meinte, wolle „d’Madamm Reding - allround asetzbar politesch Wonnerwaff vun der CSV - als Stack-Stater-Minetter“ nicht im Süden kandidieren, sondern im Zentrum, wo sie dann mit dem „Tandem“ durch den Wahlkampf brausen will. Fragt sich nur, wo der christlich-soziale Spitzenkandidat in die Pedale treten wird: hinten oder vorne auf dem Tandem? Falls hinten ist das eher nicht so günstig, denn schließlich gibt immer Tandemfahrer Nummer Eins die Richtung an. Und der Strampler hinten bleibt unweigerlich Zweiter, wenn das Ding am 14. Oktober über die Wahl-Ziellinie flitzt. Wenn. Denn es soll schon mal vorkommen, dass so Tandemfahrer sich gehörig in die Wolle kriegen und dann zügig von anderen überholt werden. Die Etappe ist auf jeden Fall noch lang. Indes reicht Winke, Winke bei „Dëppefester“ heutzutage nicht mehr aus, um Stimmen zu fangen, wie uns das „T“ belehrt. Da muss schon digital-virtuell rangeklotzt werden. Aber sehnlicher als das bestimmt heiße „Game“ „Tandem-Manager 2.0“ wünschen wir uns mal ein wenig Inhalte im Wahlkampf. „Schließlich sollte man Politik nicht wie gewöhnliches Waschpulver verkaufen“, meinte auch der „T“-Kommentator, „auch wenn man politische Aussagen gelegentlich nicht von Seifenblasen unterscheiden kann“.