LUXEMBURG
INGO ZWANK

Bei dem gesuchten Feuerteufel könnte es sich um Minderjährigen handeln

Es wurde eine Informationssperre verhängt: Bei dem „Feuerteufel“, nach dem die Polizei seit einigen Wochen fahndet, könnte es sich um einen Minderjährigen handeln. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen in Bezug auf die Brandstiftungsdelikte kristallisierte sich „eine Person als möglicher Täter heraus“, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwochmorgen mitteilte. Das Jugendgericht sei informiert worden und man habe sich darauf verständigt, dass das Gesetz vom 10. August 1992 über den Schutz von Minderjährigen zum Tragen kommt. „Damit werden keine weiteren Infos an die Öffentlichkeit zu diesem Fall gebracht“, wie die Polizeipressestelle präzisiert. „Die Untersuchung der Kriminalpolizei unter der Leitung eines Richters gehen weiter“, wie auch die Justizpressestelle betonte. Weitere Angaben dürften daher nicht gemacht werden.

Wenn Täter, wofür ist er verantwortlich?

Somit ist noch unklar, ob der Tatverdächtige für die Brände in Mondorf oder beispielsweise in Bürmeringen (Strohballen) und/oder auch die Brandstiftung am 5. August am Jugendhauses in Remerschen verantwortlich ist, wo Jugendliche ein Fußballspiel im Fernsehen verfolgten. Schlimmeres wurde lediglich dadurch verhindert, dass die jungen Menschen den Brand rechtzeitig bemerkt hatten. Kurze Zeit später wurde das Jugendhaus erneut angezündet und brannte so gut wie ab.

Auch ist noch unklar, ob der Tatverdächtige alleine oder mit anderen handelte.

Die Staatsanwaltschaft erinnert daran, dass nach dem Gesetz jede Person, die einer Straftat beschuldigt wird, als unschuldig gilt, bis ihr die Schuld durch ein Gericht nachgewiesen wurde.

Hier die offizielle Mitteilung der Staatsanwaltschaft: „Communiqué du Parquet de Luxembourg : Succès de l’enquête concernant les incendies volontaires dans le sud-est du pays (23.08.2017) - Suite à l’enquête de la police judiciaire autour des incendies volontaires, une personne a pu être identifiée comme pouvant être à l’origine de ces incendies. Il s’agit d’un mineur d‘âge.

Le juge de la jeunesse a été informé et il a décidé une mesure de placement à l’encontre du mineur concerné (loi du 10 août 1992 relative à la protection de la jeunesse).

L’enquête de la police judiciaire, sous la direction d’un juge d’instruction, se poursuit.

Il est rappelé que d’après la loi toute personne accusée d’une infraction est présumée innocente jusqu‘à ce que sa culpabilité ait été légalement établie par une juridiction de fond.“