PASCAL STEINWACHS

So richtig doll leiden können sie im „Tageblatt“ (das mit der Inthronisierung des Ex-Chefredakteurs der Erzbistumszeitung zum neuen „Editpress“-CEO endlich wieder rot wird) weder Großherzogs noch Gott, wie gestern noch einmal im Leitartikel deutlich wurde, in dem sich darüber echauffiert wurde, „mit welcher Inbrunst“ am Nationalfeiertag auch „einige sozialistische Volksvertreter die vierte Strophe der Nationalhymne - „oh du do uewen, deem seng Hand““ mitgesungen haben sollen, was den Leitartikler dann auch daran zweifeln lässt, „dass die republikanischen Wünsche der sozialistischen Großväter einmal Wirklichkeit werden, sind doch Glaube und Monarchie zwei Seiten ein und derselben Medaille“.

Das „Tageblatt“ war an Großherzogsgeburtstag aber auch an anderer Front aktiv, nämlich an der Partyfront, an die es jedoch ausgerechnet ein Mädel schickte. Mit den zu erwartenden Konsequenzen, wie aus dem Bericht der Partygängerin hervorgeht: „2.20 Uhr: Müde, Pipi, kalt - so sind Mädchen halt“. Einem Jungen wäre so was nicht passiert! Hart im Nehmen ist aber auch Finanzminister Gramegna, der gestern gegenüber dem „Wort“ unterstrich, dass die „Teenagerkrise“ überwunden sei. Dabei sieht er mit seinen prächtigen Locken immer noch wie einer aus...