LUXEMBURG
MM

Immer begehrter: Die Fintech Awards Luxembourg wurden vergeben

Luxemburg ist nicht nur rein Finanzzentrum, sondern auch ein Finanz-Innovationszentrum. Das wurde am gestrigen Donnerstagabend wieder deutlich, als die FinTech Awards Luxembourg in der Zentrale des Beratungszentrums KPMG auf Kirchberg vergeben wurden.

Die Finanztechnologie-Startups (Fintechs) AIFMaps, PayKey, getmeIns sowie Blanco Services wurden für ihre Innovationsleistung ausgezeichnet, der Sonderpreis „Women in FinTech“ ging an Blanco Services.

Die Jury hob zudem die Leistung des Startup CarPay-Diem hervor, das in der morgigen Ausgabe des „Journals“ unter der Startup-Rubrik „Yes You Can“ präsentiert wird.

15 Halbfinalisten

Im Halbfinale um den Fintech-Preis standen 15 Teilnehmer, wie KPMG mitteilt. Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel eröffnete die Zeremonie mit den Worten: „In Luxemburg arbeitet die Regierung an konkreten Lösungen, um Forschung und Innovation im Finanzsektor zu fördern.“ Luxemburgs Ecosystem sei so aufgestellt, dass schnell veränderte Rahmenbedingungen adaptiert werden könnten, was eine der Stärken des Landes sei.

Die Halbfinalisten kamen von China bis Israel, während die meisten aus Europa kamen, drei davon aus Luxemburg. Ihre Innovationen erstreckten sich über Regulationstechnologie („RegTech“), Investmentmanagement, Blockchain, Bezahldienstleistungen, Künstlicher Intelligenz und anderes mehr.

Georges Bock, Partner von KPMG Luxembourg, unterstrich die Bedeutung dieser Vielfalt und erklärte, dass „die Unterschiedlichkeit der Bewerber und Halbfinalisten zeigt, dass FinTech sich in vielen Segmenten entwickeln... Wir sind sehr begierig, die weiteren Entwicklungen zu sehen.“

Beim diesmaligen zweiten Wettbewerb um die Fintech-Awards Luxembourg kamen die Bewerber aus mehr als 45 verschiedenen Ländern. Beim ersten Wettbewerb im Vorjahr waren es 20 Bewerber gewesen, was zeige, welcher „wachsende Hunger nach Fintech-Möglichkeiten“ bestehe.

Nasir Zubairi, CEO des Mitorganisators des Wettbewerbs Luxembourg House of Financial Technology (LHoFT), zeigte sich beeindruckt von der Vielzahl der Teilnehmer: „Aus mehr als 160 Bewerbern aus aller Welt blieben 15 Semifinalisten übrig“, und er bezeichnete die Veranstaltung als „vollen Erfolg“.

Der Preis solle den Fintech-Unternehmen helfen, erfolgreich ihr Ziel zu erreichen und Luxemburgs Finanzdienstleister miteinander zu verbinden.

FinTech „Startup of the Year“ mit einem Preisgeld von 50.000 Euro wurde AIFMaps aus Zypern, deren Lösung Entscheidungsträger bei Alternativen Investmentdfonds hilft. Eine Reise ins Startup-Mekka San Francisco gewann PayKey aus Israel, das eine soziale Banking-Dienstleistung anbietet. Das ebenfalls israelitische Startup getmeIns, das eine Lösung gegen Versicherungsbetrug erfand, gewann eine Werbekampagne in luxemburgischen Medien.

Women in FinTech Award wurde Blanco Services aus den Niederlanden, das für Vermögensverwalter das Kundenmanagement vereinfacht. Der Preis ermöglicht dem Fintech einen sechsmonatigen Aufenthalt im LHoFT FinTech-Hub.