LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

Franz, Dan und Paulette für Etienne, „also sozusagen drei Engel für einen Teufelskerl, denn kein Normalsterblicher hätte das alleine schultern können, was Schneider die vergangenen acht Jahre vollbracht hat“, mokiert sich der „Wort“-Wochenrückblicker über die notwendigen Umbauten bei den Genossen, nachdem ihr Top-Macher erklärt hatte, endlich wieder das wahre Leben in vollen Zügen genießen zu wollen. Die Umbauten sind allerdings noch längst nicht vorbei, braucht die LSAP doch umgehend einen neuen Boss. Vielleicht wird es aber auch eine Bossin, denn Francine „Let’s make it happen“ Closener, ehemals Etiennes rechte (oder linke) Hand als Staatssekretärin steht schon in den Startblöcken: „elle se dit plein d’idées pour redynamiser le parti“, berichtet der „Quotidien“, nicht ohne zu sticheln: „Francine Closener cherchera donc surtout à prouver que le parti n’est pas mort“. Im Interview räumt die Ex-Staatsekretärin und Chefin der Marke Luxemburg denn auch schon mal mit einer „Legende“ auf: Dass es in ihrer Partei unterschiedliche Strömungen gebe. Die Sozialistische Arbeiterpartei sei eine linke Partei. Punkt. Und Francine wolle laut „Quotidien“ „l’autre femme forte de la gauche aux côtés de Nora Back“ werden, der mächtigen OGBL-Chefin. Aber welche der Teufelskerl*innen wird bei der LSAP das Sagen haben?