Jeder weiß es: Bereits bei geringen Mengen Alkohol im Körper sind Sehfeld und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt, steigen Risikobereitschaft und Aggressivität. Und doch - wie den täglichen Polizeimeldungen zu entnehmen ist - gibt es immer noch viel zu viele Personen, die sich auch in angetrunkenem Zustand hinters Steuer setzen und somit andere Verkehrsteilnehmer gefährden.
Ab 0,3 Promille sind bereits erste Beeinträchtigungen zu verspüren, ab 0,5 Promille beginnt bei den meisten Konsumenten eine Enthemmung, die tödlich enden kann. Alkohol, oft in Kombination mit zu hoher Geschwindigkeit ist der Grund für die meisten schwerwiegenden Verkehrsunfälle.
Die meisten Länder haben deshalb scharfe Grenzen für die erlaubte Alkoholmenge bei Autofahrern gesetzt. Rumänien, die Slowakei, Tschechien und Ungarn haben das Limit sogar auf Null herab gesetzt. Wer bei einer Polizeikontrolle erwischt wird und über der Grenze liegt, dem drohen zum Teil saftige Geldbußen - in Großbritannien können das bis zu 7.010 Euro sein, in Dänemark kann ein Nettomonatsverdienst und mehr futsch sein. Unsere Karte bietet einen Überblick über die Promillegrenzen und die drohenden Geldbußen.
Hinzu kommen meist empfindliche Punkteabzüge und in schweren Fällen sogar ein Gerichtsverfahren, Führerscheinentzug und eine Freiheitsstrafe. Für Fahranfänger und Berufskraftfahrer etwa gelten mitunter sogar niedrigere Promillegrenzen. In Luxemburg liegt die Grenze hier bei 0,2 respektive 0,1 Promille. Hierzulande wird Fahren unter Alkoholeinfluss seit dem 1. Juni strenger geahndet. Bei einem Alkoholpegel von zwischen 0,8 und 1,2 Promille sind vier statt zwei Führerscheinpunkte weg, bei mehr als 1,2 Promille sechs statt vier Punkte. Ab letzterer Grenze haben die Betroffenen eine Straftat begangen, auf die zwischen 500 und 10.000 Euro Geldbuße und zwischen acht Tage und drei Jahre Freiheitsentzug stehen. Bei einer leichten Überschreitung müssen sofort 145 Euro entrichtet werden und zwei Punkte sind weg. In anderen Ländern liegt dieser Regelsatz deutlich höher. Wenn Sie also in diesen Tagen im Ausland im Urlaub unterwegs sind, entscheiden Sie sich: Trinken oder Fahren. Beides kann sehr, sehr teuer werden.


