TRIER
LJ

Finanzamt Trier greift gegen Pendler durch

„Obwohl er wusste, dass er Steuererklärungen in Deutschland abgeben muss, versuchte sich ein in Deutschland lebenden Arbeitnehmer eines luxemburgischen Unternehmens über Jahre hinweg vor dem Finanzamt zu verstecken“, heißt es in einer gestern verbreiteten Pressemitteilung der Verwaltung „ohne Erfolg, denn nach Abschluss der Ermittlungen muss er nicht nur die Steuern, sondern auch noch eine Geldstrafe in Höhe von rund 5.000 Euro bezahlen“.

Nach den Ermittlungen der Steuerfahndung habe der visierte Berufskraftfahrer gewusst, dass er einen Teil seines Lohns in Deutschland versteuern muss. Allerdings habe er selbst auf Aufforderungen des Finanzamts, seine Steuererklärung abzugeben, nicht reagiert. Danach seien umfangreiche Ermittlungen angelaufen, die die hinterzogene Steuer auf insgesamt 28.000 Euro bezifferten. Nach Angaben des Finanzamt-Vorstehers Jürgen Kentenich kommen solche Fälle häufig vor.

Steuerämter kooperieren eng

In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass die luxemburgische Steuerverwaltung die ihr von den Arbeitgebern übermittelten Lohndaten von Grenzpendlern jährlich an das Bundeszentralamt für Steuern weiterleitet.

Dazu ist Luxemburg – wie auch alle anderen EU-Mitgliedstaaten - seit dem Kalenderjahr 2014 verpflichtet.

Grenzgaenger.lu: Wann muss ein Grenzgänger auch in Deutschland steuern zahlen?