LUXEMBURG
SVEN WOHL

Die Einschreibegebühren an der Universität Luxemburg werden erhöht

Preiswertes Studieren in Luxemburg scheint immer weiter in die Ferne zu rücken. Mit dem Wintersemester 2013/2014 werden nämlich die Studiengebühren angehoben. Anstatt 200 pro Semester sind dann 400 zu bezahlen.

Grund hierfür ist ein neu gegründeter Mobilitätsfonds, der Studenten unterstützt, die beim Auslandsstudium nicht auf eine Hilfe durch Erasmus zurückgreifen können.

Dies ist etwa dann der Fall, wenn sie sich entscheiden, ein Auslandssemester außerhalb der Europäischen Union anzutreten. Dabei gelten diese Studiengebühren nur für die ersten beiden Semester. Mit dem dritten Semester gelten dann wieder die gewohnten Gebühren von 200

Rund 60 Partner weltweit

Den Studenten mangelt es in dieser Hinsicht allerdings nicht gerade an Auswahl. Denn hier stehen nicht nur die Länder Europas, sondern es ist auch das Studieren in Übersee möglich. Austauschabkommen wurden mit rund 60 Hochschulen weltweit unterschrieben, darunter auch welche in den USA, Japan und China.

Für Bachelorstudierende ist dieser Auslandsaufenthalt sogar Pflicht. Dabei fällt auf, dass nur sechs Prozent der Studenten an der Universität Luxemburg die Gelegenheit nutzen, um auf einem anderen Kontinent zu studieren. Die meisten nutzen das Angebot, um im Raum der Großregion, also Saar-Lor-Lux, zu studieren.

Ein Auslandssemester ist in den Masterstudiengängen nicht vorgesehen. Ebenfalls ausgenommen sind Studiengänge, die nicht an der Universität Luxemburg zu Ende studiert werden können, also Medizin, Pharmazie oder Englisch.

Mehr Chancengleichheit

Eric Tschirhart, akademischer Vizerektor der Universität, streicht hervor, dass diese Maßnahme vor allem für mehr Chancengleichheit sorgen soll. Nicht nur lassen sich dadurch Studenten, die weiter weg ins Ausland studieren gehen wollen, besser unterstützen, sondern es ermöglicht auch noch zusätzlich, die bisherigen Kontakte weiter aus zu bauen.