INNSBRUCK
PAV

Florian Hackspiel inszeniert „Vollmondbetrachtungen“ von Jean-Paul Maes in Innsbruck

„Vollmondbetrachtungen“ von Jean-Paul Maes wird zum luxemburgischen Exportprodukt: Noch bis zum 25. Juli inszeniert der österreichische Regisseur Florian Hackspiel des Innsbrucker Theater Melone das Stück über einen transsexuellen Gymnasiallehrer. Seit zwölf Jahren steht einmal pro Jahr ein zeitgenössisches Theaterstück auf dem Programm des Theater Melone, Regisseur Hackspiel stieß rein zufällig im Internet auf das von der luxemburgischen Kritik gefeierte Stück. „Ich bekomme regelmäßig den Newsletter der Seite Theatertexte.de, so bin ich auf das Stück von Jean-Paul gestoßen“, erzählt Hackspiel. Das war im Februar dieses Jahres.

Eigene Fassung

Die Sprache des Stücks gefiel dem Regisseur, er habe die klar gebaute Geschichte einfach gerne gelesen, erinnert sich der Österreicher an die erste Lektüre des Stücks. Hackspiel fasste schnell den Entschluss, „Vollmondbetrachtungen“ auf das Programm seines Theaters zu setzen und arbeitete ein Regiekonzept aus.

Des Weiteren beauftragte er einen Komponisten mit dem Schreiben der Musik. Zuschauer, die die Fassung des Kaleidoskop-Theaters gesehen haben und sich Hackspiels Fassung anschauen, merken, dass der Österreicher die Dramaturgie des Stücks leicht verschoben hat: „Bei mir ist nicht der transsexuelle Deutschlehrer die Erzählfigur, sondern der junge Schüler“, betont der Regisseur. Die Schauspieler stehen in Innsbruck, im Gegensatz zu ihren luxemburgischen Kollegen, auf einer Drehbühne, die von den Mimen selber bewegt wird.Jean-Paul Maes hat der Premiere am 16. Juli beigewohnt, Hackspiel hatte erst vor ein paar Wochen mit dem luxemburgischen Autor und Regisseur Kontakt aufgenommen. Siebenmal wird „Vollmondbetrachtungen“ in Innsbruck zu sehen sein, Intendant und Regisseur Hackspiel plant, das Stück in der kommenden Saison auch in Wien auf zuführen.


www.theatermelone.at