CLAUDE KARGER

Der „Télécran“ hat sich tatsächlich auf der Suche nach dem Sommerloch gemacht. Und es sieht gar fürchterlich aus: „Das Loch des Sommers, es hat sich wieder aufgetan: tief, dunkel und leer“. Nur gut, dass es tolle Drohnen-Fotos gibt, um Seiten zu möblieren. Etwa von der „Kinnégswiss“ - soll wohl heißen „Kinnekswiss“. Da fehlen dann nur noch bizarre Fotozeilen à la „Kleine Häufchen voller Städter verbrennen im Licht - die im Schatten der Blätter die sieht man nicht“ oder „Das Herz vergittert, der Weg versperrt, so endet verbittert manch heißer Sommerflirt“. Einen spektakulären Sommerflirt-Crash erleben dieser Tage die Spitze(n?) von „Demokratie“ und ihre unfreiwilligen Kandidaten. Auch in der heißesten Jahreszeit ist also ordentlich was los. Wir haben bei der ganzen Hektik das Sommerloch jedenfalls noch nicht gesehen. Und überhaupt: „C‘est la rentrée ... politique“ titelte gestern bereits der „Quotidien“ vor dem Hintergrund von Wahlprogrammkonferenzen und dem dickeren Schwall an parlamentarischen Fragen. „Il est grand temps que les différents partis politiques en lice sortent du bois“, meint der Leitartikler. In der Tat. Aber so mancher Wald ist tief und dunkel, da kann man sich leicht verirren. Zum Glück weist der Schobermessrummel ab heute den Weg.