So richtig viel Arbeit scheinen unsere Ministermenschen trotz der vielen Arbeit, die Blau-Rot-Grün ja anscheinend zu bewältigen hat, immer noch nicht zu haben, denn sieht man sich verschiedene der ministerlichen Schreibtische an (die das LW ja in seiner Sommerlochserie freundlicherweise aufzeigt), so könnte man doch glatt zur Auffassung kommen, hier sei überhaupt noch nie gearbeitet worden - aber was man nicht auf dem Tisch hat, hat man ja vielleicht im Kopf.
Im „Wort“ wird die gambianische Leere-Pult-Mode natürlich diskreter umschrieben: „Der Transparenz am Arbeitsplatz hat sich auch Vizepremier Etienne Schneider verschrieben, der ein Freund geordneter Verhältnisse zu sein scheint“ - ein Computer ist nämlich weit und breit nicht zu sehen. Dafür aber eine „maßstabgetreue Nachbildung des Schneiderschen Fuhrparks mitsamt Rolls Royce und Porsche“ und ganz viel Plunder mit Königszeugs (Fotos mit Herzogin Camilla, Tassen mit dem schwedischen Thronfolgerpaar und ein Porträt von Ex-Königin Beatrix).
Das „Journal“ ist da natürlich aus ganz anderem Holz geschnitzt und überbrückt sein Sommerloch mit einem Exklusivbericht seines Film- und Musicalkritikers aus Bückeburg, der dort den „Schwarzen Brüdern“ beiwohnen durfte. Toll...


