CLAUDE KARGER

Dass die Weltraumeuphorie im Ländchen seit dem „Space Mining“-Geistesblitz der Regierung kaum zu bremsen ist, ist gewusst. Aber eine Petition mit dem Titel „Construction d’une étoile de la mort - une base spatiale pour le Luxembourg“ hätten wir freilich nicht erwartet. Aber das Imperium versucht ja seit Jahren mit allen Mitteln das Geld für einen neuen Planetenkiller aufzutreiben, dessen zweite Ausgabe bei der Rückkehr der Jedi durch den Laserpieks eines Ein-Mann-Raumschiffs platzte. Bereits 2012 hatte ein US-Bürger eine Petition gestartet, aus der Meinung heraus, der Bau eines solchen Ungetüms für 850 Billiarden Dollar würde die angeschlagene Wirtschaft im Nu sanieren und die Verteidigung der Vereinigten Staaten stärken. Gegen die anderen fiesen Erdlinge versteht sich, hätte das „Oval Office“ doch dann mit einem Todesschuss drohen können, nicht wahr? Der Kollateralschaden wäre natürlich auch minimal gewesen. Logo! Der Petent bekam tatsächlich mehr als genug Unterschriften zusammen, damit die Obama-Regierung Stellung nehmen musste. „Die Regierung lehnt die Sprengung von Planeten ab“, hieß es in der Antwort. Naja, die großherzogliche Raumstation muss ja auch nicht gleich so fies und so gigantisch ausfallen. So was in der Dimension unseres künftigen Wüstenschiffs in Dubai würde reichen. Aber mit „Cantina“.