LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Die „Fondatioun Kriibskrank Kanner“ will ihre Sensibilisierungs-Arbeit verstärken

Am 15. Februar wird der internationale Kinderkrebs-Tag begangen. Im Vorfeld dieses Tages präsentierte die „Fondatioun Kriibskrank Kanner“ am Sitz der „Banque Internationale à Luxembourg“ (BIL) in der Hauptstadt gestern die Bilanz ihrer Aktivitäten des vergangenen Jahres und informierte über die aktuelle Lage in Luxemburg.

Wie Anne Goeres, Direktorin der „Fondatioun Kriibskrank Kanner“, zu berichten wusste, wurden im vergangenen Jahr 200 Familien mit einem krebskranken (158 Fälle oder 79 Prozent) oder einem lebensbedrohlich kranken Kind (42 Fälle oder 21 Prozent) von der Stiftung betreut. 2014 wurden 35 neue Fälle von Erkrankungen von der „Fondatioun Kriibskrank Kanner“ registriert, davon 29 Kinder, die an Krebs erkrankt waren und sechs Kinder, die von einer lebensbedrohlichen Krankheit betroffen waren.

Ferner teilte Anne Goeres mit, dass 2014 acht Kinder den Kampf gegen ihre Krankheit verloren haben. Die genannten Zahlen beziehen sich ausschließlich auf Familien, die von der „Fondatioun Kriibskrank Kanner“ im vergangenen Jahr betreut wurden.

Drei Infrastrukturen

Für ihre Arbeit konnte die „Fondatioun Kriibskrank Kanner“ im vergangenen Jahr auf drei Infrastrukturen zurückgreifen: Das „Maison des Enfants“ in Strassen, das „Maison Losch“ in Brüssel und das Genesungs-Apartment in Westende-Bad an der belgischen Nordsee-Küste.

Auch im laufenden Jahr will die „Fondatioun Kriibskrank Kanner“ nach Worten ihrer Direktorin „im Interesse ihrer kleinen Patienten und deren Familien“ wirken. So will die Stiftung therapeutische Mini-Seminare für und mit Familien und Gesundheitsberuflern zum Thema Ernährung, Hygiene oder Zeit im Krankenhaus anbieten. Auch will die Stiftung ihre Mannschaft mit ehrenamtlichen Mitarbeitern aufstocken, um eine (noch) bessere Betreuung der kleinen Patienten und ihrer Familien zu gewährleisten.

In Interesse der kleinen Patienten

Im laufenden Jahr soll die Sensibilisierungskampagne „Together, we can be heroes“ fortgesetzt werden. So wurde vor einigen Tagen die CD „Together, we can be heroes“ - eine Sammlung von Titeln, die von erkrankten Jugendlichen komponiert wurden -, von der „Fondatioun Kriibskrank Kanner“ vorgestellt.

Die Wanderausstellung der Stiftung „Together, we can be heroes“ ist bis zum 1. März am Sitz der BIL („Banque Internationale à Luxembourg“ ) an der Escher Straße in der Hauptstadt zu sehen; vom 1. bis zum 13. März gastiert die Ausstellung dann im „Centre Hospitalier de Luxembourg“ (CHL).

Darüber hinaus will sich die „Fondatioun Kriibskrank Kanner“ in den kommenden Wochen und Monaten verstärkt im Bereich der Forschung in der pädiatrischen Onkologie einsetzen. So organisiert die Stiftung am kommenden 1. April ein Rundtischgespräch mit namhaften Experten zum Thema „Les défis de la recherche onco-pédiatrique“.

Verstärkt in die Forschung investieren

Auch soll ein wissenschaftliches Komitee gegründet werden, um die Anfragen nach Unterstützung im Bereich der Forschung in der pädiatrischen Onkologie zu analysieren. Darüber hinaus will man verstärkt Projekte im onko-pädiatrischen Bereich finanzieren.