CLAUDE KARGER

Während sich der „Revue“-Leitartikler Gedanken über die „Rolle der Trolle“ bei der deutschen Bundestagswahl macht - das sind diese fiesen Informatikprogramme, die quasi von selbst Quatsch und Hass im Äther verbreiten, wo es nur geht - knöpft sich der „Télécran“-Lautsprecher die Tröllchen vor. Die Rede geht hier von den Zeitgenossen, die meinen, dauernd ihren oft braunen Schwachsinn in den sozialen Netzwerken absondern zu müssen. „99 Prozent der Wutbürger sind ausgesprochene Feiglinge“, meint der Autor, „Sie haben eine große Klapp, verstecken sich aber hinter „Nicknames“ oder Pseudonymen“. Und: „Wer alles besser weiß, wer jedem ans Bein pinkeln möchte, wer von morgens bis abends Hasstiraden absondert, hat bestimmt auch den Mut, dazu zu stehen und der Öffentlichkeit mit seinem guten Namen zu sagen, welch großes Licht er ist“. Na, wenn er dafür nicht eins virtuell auf die Löffel bekommt in diesen Fratzenbuch- und Zwitscherkanälen - natürlich anonym. Mit waschechten Wutbürgern haben indes regelmäßig „Kommunalpolitiker im Dauereinsatz“ zu tun, wie der „Télécran“ berichtet, der gar von einer „Kampfarena Kommunalpolitik“ schreibt, in der manchmal mit ganz „harten Bandagen“ gekämpft wird. In der Tat sind uns einige Fälle bekannt, wo auch mal die „Lokalfürsten“ die Fäuste fliegen ließen... Es ging aber stets glimpflich aus.