PARIS
AP

Bei einem Lawinenunglück in den französischen Alpen sind am Montag nahe dem Skiort Tignes mindestens vier Menschen getötet worden. Rettungskräfte versuchten nach eigenen Angaben, fünf weitere Personen mit Schaufeln aus dem Schnee zu graben. Die Stadt Tignes teilte am Nachmittag mit, die Chancen, Überlebende zu finden, seien gering. Bei den betroffenen Skifahrern soll es sich um Franzosen handeln. Die Lawine ereignete sich in einem Gebiet, das für seine beeindruckenden Aussichten beliebt ist.

Eine neunköpfige Gruppe sei mit einem Tourführer abseits der Pisten Ski gefahren, als die Lawine abgegangen sei, erklärte die Rettungsgruppe Compagnie Républicaine de Sécurité für die Alpen in der Stadt Albertville. Viele der Personen seien Mitglieder der gleichen Familie gewesen, hieß es in der Mitteilung der Stadt Tignes. Die Skifahrer seien mit Ortungsgeräten ausgerüstet gewesen.

Die Lawine war rund 100 Meter breit und 400 Meter lang. Sie ereignete sich in etwa 2100 Metern Höhe in einem Abschnitt abseits der Pisten, der als Tovière bekannt ist.

Wie ein Rettungsarbeiter sagte, wurden die Leichen der vier Toten bis zum frühen Nachmittag geborgen. Die fünf anderen Skifahrer seien geortet worden und würden aus dem Schnee gezogen. Nach Angaben des Arbeiters war unklar, ob alle fünf noch am Leben waren. Rund 40 Personen seien am dem Rettungseinsatz beteiligt, in den Hubschrauber und örtliche Skilehrer involviert waren.

Die Lawinengefahr in dem betroffenen Gebiet wurde am Montag auf einer Fünf-Punkte-Skala mit drei angegeben. Andere Pisten in dem Skiort blieben geöffnet.