LARUNS
M. SCHWARZ UND A. ZELLMER (DPA)/LJ

Gedenktafel auf dem Tourmalet erinnert an Alphonse Steinès

Genau 60 Jahre nach dem Sieg von Charly Gaul bei der Tour de France von 1958 und 90 Jahre nach dem zwei Siegen in Folge von Nicolas Frantz im Jahr 1928 ist das Großherzogtum nun auf einem Pyrenäengipfel verewigt: Mit einer Gedenktafel in Erinnerung an Alphonse Steinès aus Ahn, der die Tour de France in ihrer Entstehung stark mitprägte, indem er 1910 dazu anregte, die große Schleife auch durch die Pyrenäen zu führen: Am 21. Juli 1910 fuhren die Fahrer auf der 10. Etappe von Luchon nach Bayonne über die Pyrenäenpässe Peyresourde, Aspin, Tourmalet und Aubisque - auf Initiative des Sportjournalisten Steinès.

Geraint Thomas an der Tour-Spitze

Am vergangenen Donnerstag, dem Vorabend der Etappe über den Tourmalet, haben Sportminister Romain Schneider und Petz Lahure, Präsident der „Association luxembourgeoise de la presse sportive“, mit Josée und Fabienne Gaul, Frau und Tochter des Gewinners der 1958er Tour, offiziell die Gedenktafel für Alphonse Steinès auf dem Tourmalet enthüllt. „Diese Tafel in Erinnerung an unserem Landsmann Alphonse Steinès symbolisiert die besondere Beziehung zwischen dem Großherzogtum Luxemburg und der Tour de France“, erklärte Schneider.

Geraint Thomas bleibt souverän und unangefochten an der Tour-Spitze. Der ehemalige Skispringer Roglic holt den Etappensieg nach einer waghalsigen Abfahrt und verdrängt den viermaligen Toursieger Froome von Rang drei. Am heutigen Samstag kommt es zum finalen Zeitfahr-Showdown.

Unterdessen ging das Renngeschehen der aktuellen Tour gestern weiter: Der Brite Geraint Thomas hat sein Gelbes Trikot als Spitzenreiter der 105. Tour de France auf der letzten Pyrenäen-Etappe verteidigt. Den Tagessieg auf der 19. Etappe sicherte sich am Freitag nach 200,5 Kilometern in Laruns der Slowene Primoz Roglic. Er feierte damit seinen insgesamt zweiten Tagessieg. Am vorletzten Tour-Tag steht am Samstag das 31 Kilometer lange Zeitfahren nach Espelette auf dem Programm. Das Einzelzeitfahren könnte im Kampf um Platz zwei und drei noch einmal Veränderungen bringen. Geraint Thomas führt mit 2:05 Minuten Vorsprung vor Tom Dumoulin. Dahinter geht es knapp zu: Der drittplatzierte Primoz Roglic liegt 19 Sekunden hinter dem amtierenden Zeitfahr-Weltmeister Dumoulin und 13 Sekunden vor dem viertplatzierten Chris Froome. Alle vier Fahrer gelten als starke Zeitfahrer. Bob Jungels ist derzeit mit einem Rückstand von knapp 16 Minuten auf dem elften Platz gelistet, damit hätte er ein Ziel unter die Top Ten zu kommen, ganz knapp verpasst.