CLAUDE KARGER

„Ich bin nicht amtsmüde“, versicherte „Citizen Number One“, dieser Tage dem „Tageblatt“. Na zum Glück! Denn schlaffe Präsidenten kann die „Chamber“ demnächst nicht gebrauchen, geht es doch, um eine schöne franko-deutsche Redewendung zu gebrauchen, die eine „Quotidien“-Journalisten gestern auf das „Boosting Lëtzebuergesch“-Paket münzte: ab heute geht es „tout schuss“ in den letzten Votierungsmarathon dieser Legislatur. Bis Ende Juli wird da bisweilen bis in die Nacht debattiert und wohl in diesen wahlfiebrigen Zeiten auch reichlich gestritten. Da muss der „Chamber“-Präsi freilich ordentlich auf Zack sein, um die Gemüter im richtigen Moment abzukühlen. „Aber wir sind doch ein recht zivilisiertes Haus“, meint der Deputierten-Babo stolz wie Oskar, dass er noch keinen seiner Kollegen vor die Tür setzen musste. Weiland, „als durch die Nacht getagt und noch gegessen und getrunken wurde“, sei das öfters mal vorgekommen. Ob die Debatten nicht vielleicht lustiger gerieten, wenn man das Schlemmen und Beduseln wieder einführe, wollte der „T“-Mann wissen. Das kommt bei dem gestrengen Ex-Gesundheitsminister aber keinesfalls in die Tüte. Und Crémant gibt’s bloß zu feierlichen Anlässen. Aber: Ist nicht jeder „Chamber“-Tag ein Feiertag?