NAMUR
CHRISTIAN SPIELMANN

Höhepunkte der 30. Preisüberreichung des FIFF in Namur

Das 30. Festival du Film Francophone von Namur (FIFF) konnte einen leichten Besucheranstieg verzeichnen. Zwischen dem 2. und 9. Oktober liefen 77 Spielfilme und 82 Kurzfilme aus allen Ecken der Frankophonie, 300 Gäste waren eingeladen und 350 Journalisten waren akkreditiert.

Geburtstagsausgabe

Traditionsgemäß endete die Geburtstagsausgabe des FIFF mit der Preisüberreichung am vergangenen Wochenende im Theater von Namur. Vanessa Paradis, der Ehrengast des Festivals, wurde von Festivalpräsident Jean-Louis Close und der Festivaldelegierten Nicole Gillet unter dem Applaus der Zuschauer geehrt. Tränen der Freude flossen bei Loubna Abidar, die als beste Schauspielerin in „Much Loved“ von Nabil Ayouch (zurzeit im Kino „Utopia“) auserwählt wurde. Als die tunesisch-belgische Koproduktion „A peine j’ouvre les yeux“ von Leyla Bouzid den Bayard des besten Erstlingsfilm gewann, erinnerte Produzent Anthony Rey, der in Abwesenheit der Regisseurin den Preis entgegen nahm, dass das tunesische Quartett für den nationalen Dialog mit dem Friedensnobelpreis belohnt wurde.

Laienschauspieler ausgezeichnet

Dominique Leborne, ein Laienschauspieler, war ganz überrascht, als er als bester Schauspieler in „Tempête“ von Samuel Collardey ausgezeichnet wurde. Er, der in Wirklichkeit ein Fischer ist, spielte lediglich sich selbst im Film. Später freute sich der Regisseur ebenfalls mächtig, als sein Film als bester der 30. Auflage des Festivals mit einem „Goldenen Bayard“ belohnt wurde, einen Preis, dem ihm Jurypräsident Olivier Gourmet und Vanessa Paradis überreichten.

Aus Luxemburger Sicht lief lediglich „Préjudice“ von Antoine Cuypers im Wettbewerb des besten Erstlingsfilms, während „Eng nei Zäit“ von Christophe Wagner seine Weltpremiere in Namur feierte, wie auch der belgische Dokumentarfilm „Bureau de chômage“ der Luxemburgerin Anne Schiltz und der Belgierin Charlotte Grégoire. Das 31. Filmfestival wird in Namur vom 30. September bis 7. Oktober 2016 stattfinden.


www.fiff.be